Die Schere zwischen mittelständischer Wirtschaft und Großunternehmen beim E-Business klafft in Deutschland immer weiter auseinander. Dies ist eine zentrale These der Initiative "eco Mittelstand online" im Verband der deutschen Internetwirtschaft, eco Electronic Commerce Forum.

Die Schere zwischen mittelständischer Wirtschaft und Großunternehmen beim E-Business klafft in Deutschland immer weiter auseinander. Dies ist eine zentrale These der Initiative "eco Mittelstand online" im Verband der deutschen Internetwirtschaft, eco Electronic Commerce Forum e.V. (Köln).

"Während die Konzerne sich mit Millionenaufwand die Vorteile des digitalen Geschäftsverkehrs praktisch durchgängig zu eigen gemacht haben, ist der Mittelstand dabei weitgehend auf der Strecke geblieben", erklärt Harald A. Summa, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft. Als wichtigste Gründe für diese Entwicklung hat er mangelndes Know-how bei der Informationstechnologie, geringe Investitionsbereitschaft in E-Business in der mittelständischen Wirtschaft und fehlende Beratungsstellen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) festgestellt.

"Mittelständische Firmen sind in Sachen IT-Know-how durchschnittlich um den Faktor 3,5 gegenüber Großunternehmen benachteiligt", hat Prof. Dr.-Ing. Sigram Schindler, Vorsitzender der Initiative "eco Mittelstand online", herausgefunden: "Zudem ist der Mittelstand weder gewillt noch in der Lage, in ein E-Business-Projekt Zehntausende oder gar Hunderttausende von Euro zu investieren, wie es die Konzerne getan haben." Weiteres Manko: Es gibt in der Bundesrepublik nicht genügend E-Business-Beratungsstellen, die sich um den Mittelstand kümmern. "Jeder Mittelständler findet einen Steuerberater in seiner Nähe, aber keinen qualifizierten Ansprechpartner für E-Business-Fragen", moniert eco-Geschäftsführer Harald A. Summa und fordert deshalb ein bundesweites Netz von kleinen, regional orientierten Internetberatern speziell für die KMU-Wirtschaft.

Die Behebung dieser Schwachstellen hat sich die Initiative "eco Mittelstand online" auf die Fahnen geschrieben. Zur Adressierung der Problembereiche wurden vier Arbeitskreise gebildet: Qualifizierung, Produkte und Dienstleistungen, Logistik und Payment. Ziel ist es, Normen zu erarbeiten, die es der Internetwirtschaft und den Ausbildungseinrichtungen erleichtern sollen, mittelstandsfähige Lösungen anzubieten.

Auf allen Gebieten will "eco Mittelstand online" die heute schon bestehenden Ansätze und Normen auf ihre "Mittelstands-Tauglichkeit" hin unter die Lupe nehmen und soweit wie möglich auf existierenden Standards aufbauen. Zudem will der eco-Verband Best-Practice-Szenarien entwerfen, die für die mittelständische Wirtschaft eine Vorbildfunktion erfüllen sollen. Bis zum Sommer will die Initiative "eco Mittelstand online" bereits White Papers zu einigen der wichtigsten Themenkomplexe vorlegen. Gegen Ende des Jahres ist ein umfassendes White Book in einer ersten Fassung geplant. Bei einigen der adressierten Themen wie beispielsweise der Erarbeitung technischer Standards für Produkte und Dienstleistungen sind abschließende Ergebnisse erst im nächsten und teilweise im übernächsten Jahr zu erwarten.

Andere Verbände, Hochschulgremien, die Politik, mittelständische Unternehmen, Hardware- und Softwarehersteller sowie Dienstleistungsfirmen lädt der Verband der deutschen Internetwirtschaft ein, sich bei "eco Mittelstand online" aktiv zu engagieren. Weitergehende Unterlagen und Anträge für eine Fördermitgliedschaft können per E-Mail an info@eco.de angefordert werden. Informationen und Antragsformulare sind auch im Web unter www.eco.de abrufbar. (ST)


KONTAKT:

eco Electronic Commerce Forum e.V.
Verband der deutschen Internet-Wirtschaft
Arenzhofstraße 10
50769 Köln
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Fax 0221-9702408
E-Mail: info@eco.de
Internet: www.eco.de