Trotz signifikanter Investitionen in Electronic Marketing, elektronische Vertriebshilfen und Kunden-Service-Instrumente zählt eine integrierte E-Business- Strategie immer noch nicht zu den zentralen Bestandteilen der Geschäftsstrategien. Zu diesen Ergebnis kommt eine neue Untersuchung der Meta Group, Inc.

Trotz signifikanter Investitionen in Electronic Marketing, elektronische Vertriebshilfen und Kunden-Service-Instrumente zählt eine integrierte E-Business- Strategie immer noch nicht zu den zentralen Bestandteilen der Geschäftsstrategien. Zu diesen Ergebnis kommt eine neue Untersuchung der Meta Group, Inc.

Viele Unternehmen hätten in rein punktuell kundenorientierte Anwendungen wie Kontaktmanagement-Software oder Call-Center-Lösungen investiert. Für die Bereiche Supply-Chain-Integration und weitere, die gesamte Lieferkette umfassende Initiativen wie Logistik-Integration, Lagermanagement und Zulieferbeziehungen, würden entweder die notwendigen Gelder oder die Unterstützung durch die Geschäftsleitung fehlen.

"Die Unternehmen nutzen bei Weitem noch nicht das wirkliche Potenzial, das die E-Business-Revolution ermöglichen würde", sagt Rüdiger Spies, Director Consulting und Principal der Meta Group Deutschland in Ismaning bei München. "Eine komplette E-Business-Strategie kann die Basis für völlig neue Geschäftsmodelle legen. Allerdings sind nur wenige traditionelle Unternehmen bereit und in der Lage, die notwendige Vision zu entwickeln und die adäquaten Ressourcen zur Verfügung zu stellen."

Einen Vorteil allerdings hätten die europäischen Unternehmen gegenüber ihren amerikanischen Mitbewerbern. Während die Amerikaner noch mehr in unabhängigen Einzelaktionen denken, existiere zumindest in vielen Planungen hierzulande eine stärker integrierte Sicht der unterschiedlichen Aktivitäten aller E-Business-Initiativen der Unternehmen. Dieser komplexere Planungsprozess verschlingt zwar mehr Zeit, zahle sich mittelfristig allerdings aus.

Die großen E-Business-Pioniere der Industrie gehen mit ihren E-Business-Aktivitäten inzwischen in die dritte Runde und setzen die Erfahrungen der bisherigen Projekte entsprechend um, stellt die Studie weiter fest. Die "kleinen Schnellen" - das bisherige Kennzeichen der Gewinner unter den Internet-Pionieren - würden damit zunehmend unter Druck geraten. In einigen Industrien verkehre sich der Verhältnis inzwischen sogar zu "Die Langsamen fressen die Schnellen".

E-Business-Projekte seien häufig unterfinanziert und mit zu wenig Personal ausgestattet. Wenn man bedenke, dass E-Business-Projekte nach den großen ERP- und auch Data-Warehouse-Pojekten die dritte potenziell unternehmensübergreifende Projektinitiative sind, dann würden die Unternehmen die in den vorangegangenen Projekten gesammelte Erfahrung nur unzureichend nutzen. "Die Erfahrung aus vielen Consulting-Projekten der Meta Group zeigt, dass sowohl Data-Warehouse-Projekte als auch ERP-Projekte gewaltige Kraftanstrengungen in den Unternehmen erfordern und stark integratives Management gefordert ist. Die Unternehmen sind gut beraten, den umfassenden E-Business-Projekten die gleiche Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen," ergänzt Spies.(RS)

KONTAKT:

Meta Group Deutschland GmbH
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Tel.: 089/9 96 96 -160
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E-Mail: stefan.auer@metagroup.com
Internet: www.metagroup.de

FIRMENPROFIL:

Die Meta Group ist ein unabhängiges, weltweites IT-Assessment- und Consulting-Unternehmen, das sich auf die Analyse und Beratung im Bereich der Informationstechnologie bei großen Anwendern und Herstellern spezialisiert hat. Das Angebot umfasst Subskriptions-Services, Consulting, Benchmarking, Mergers & Acquisitions Service, Marktforschung und Publikationen zu allen Themenbereichen im IT-Umfeld, von neuen Technologien über zukünftige Trends bis hin zu den wirtschaftlichen Herausforderungen. Der Fokus liegt auf einer breiten Servicepalette und sehr individuellem Service, der dem Kunden nicht nur Informationen liefert, sondern bei der Entscheidungsfindung unterstützt ("Analysis in Context"). Die Meta Group berät über 2200 Kunden weltweit und hat ihren Stammsitz in Stamford, Connecticut.