Trotz Konjunkturflaute wollen europäische Unternehmen im nächsten Jahr ihre Investitionen in E-Commerce-Projekte um bis zu 15% erhöhen.

Trotz Konjunkturflaute will ein Großteil der europäischen Unternehmen weiterhin in den elektronischen Handel investieren - bis zu 15% mehr Ausgaben sollen in den nächsten zwölf Monaten für E-Commerce aufgewendet werden. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie "Potenzial ohne Spektakel - die unentdeckte Seite des E-Commerce" von Accenture.

Das Resümee der Studie fällt positiv aus: 63% der Unternehmen haben E-Commerce in ihr Alltagsgeschäft integriert. Über 50% sagten zudem, dass sie mit ihren E-Commerce-Aktivitäten mehr und mehr Erfolge verzeichnen.

Kundenbindung hat laut der aktuellen Accenture-Studie heute eindeutig Vorrang vor der Akquise. 61% wollen in Zukunft Einnahmen verstärkt mit Dienstleistungen erzielen. Mehr als zwei Drittel gaben an, ihre Internet-Dienstleistungsangebote in den nächsten drei Jahren noch weiter personalisieren zu wollen. Daneben gewinnt die Effizienzsteigerung an Bedeutung. Ein wachsender Teil der Investitionen fließt heute in die Web-basierte Optimierung der Backoffice-Bereiche Beschaffung, Logistik und Human Resources. Mit dem Einzug des E-Commerce in den Geschäftsalltag ist außerdem die Bereitschaft gestiegen, Kooperationen mit anderen Unternehmen einzugehen, Allianzen zu schmieden und geeignete Bereiche auszulagern.

Europaweit waren sich die Befragten einig, dass sich das Potenzial des E-Commerce erst in den nächsten Jahren entfalten wird. 83% gehen davon aus, dass mit neuen Technologien wie Mobile Commerce, TV Commerce, Voice Commerce und Silent Commerce weitaus mehr Veränderungen verbunden sind als mit dem traditionellen E-Commerce der letzten drei Jahre.

Wie Studie ergibt, stehen deutsche Manager dem Thema E-Commerce skeptischer gegenüber als ihre Kollegen aus anderen Ländern. Nur 40% gaben an, dass ihre E-Commerce-Aktivitäten erfolgreich waren. Neben den unbefriedigenden Erträgen werden Sicherheitsbedenken und Akzeptanzprobleme bei den Kunden genannt.

Gravierend schlägt in Deutschland außerdem der Fachkräftemangel zu Buche. Trotzdem erwarten 78%, dass in den kommenden drei Jahren tiefgreifende Veränderungen stattfinden werden. Bis in die jüngste Zeit investierten die Befragten vorwiegend in E-Commerce-Lösungen für die Bereiche Marketing und Vertrieb. Inzwischen wollen rund 50% auch das Beschaffungswesen ausbauen. In den Bereichen Logistik und Human Resources realisierte ein Drittel der deutschen Unternehmen E-Commerce-Projekte. (ST)


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