Wen Google nicht sieht, den kennt auch der Kunde nicht. Die jüngste Studie von Aufgesang Inbound Online Marketing zum Einsatz von SEO (Suchmaschinenoptimierung), SEA (Suchmaschinenwerbung) und Social Media bei 177 der umsatzstärksten Online-Shops Deutschlands unterstreicht einmal mehr die dramatische Abhängigkeit des Handels von Google und einer guten SEO-Strategie. Adwords helfen dagegen weniger, neue Kunden zu finden. So zeigt die Studie, dass die organischen Suchergebnisse bei Google in allen zwölf untersuchten Branchen für den größten Besucherzustrom (81,66 Prozent) sorgen. Tendenz steigend.

Es folgen bei den Traffic-Lieferanten die Bereiche Google AdWords (ohne Shopping) und Universal-Search-Ergebnisse mit 9,34 beziehungsweise 9,05 Prozent.

Beim taktischen Einsatz von Online-Marketing lassen sich gleichwohl verstärkt branchenspezifische Strategien ausmachen, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen. So scheinen Google AdWords im Vergleich zu SEO beispielsweise bei Shops in den Bereichen Büroausstattung, Kosmetik, Kleidung und Komplettsortiment eine überdurchschnittliche Rolle zu spielen.
Blauer Balken: 2013. Grüner Balken: 2014. Grafik: Aufgesang Inbound Online Marketing
Blauer Balken: 2013. Grüner Balken: 2014. Grafik: Aufgesang Inbound Online Marketing

Auffällige Rückgänge bei der Paid Visibility

Man muss beim Blick auf die Daten, wie die zum Teil auffälligen Rückgänge bei der Paid Visibility im Vergleich zum Vorjahr aber auch berücksichtigen, dass dahinter eine intensivere Nutzung von bezahlten Google-Shopping-Kampagnen stecken kann. Dabei zeigen sich je nach Branche aber auch deutlich unterschiedliche Strategien.
Grafik: Aufgesang Inbound Online Marketing
Grafik: Aufgesang Inbound Online Marketing

So sind die Verluste bei den Shops für Medien, Komplettsortiment und Heimwerker vergleichweise sehr hoch. "Bei den Heimwerker-, Medien- und Komplettsortiment-Shops kann die deutlich gestiegene organische Sichtbarkeit zu einer deutlichen Reduzierung des AdWords-Budgets geführt haben. Die untersuchten Spielwaren-Shops scheinen eine Zweikanal-Strategie zu verfolgen. Trotz leicht gestiegener organischer Sichtbarkeit hat sich auch die Sichtbarkeit bei den bezahlten Anzeigen leicht erhöht", kommentiert Olaf Kopp, Geschäftsführer der Aufgesang Inbound Online Marketing, die Zahlen.

Social Media: Nutzung steigt

Über alle Branchen hinweg haben übrigens die Webshops ihre Social-Media-Aktivitäten erhöht – dies betrifft insbesondere Shops für Kleidung, Komplettsortiment und Spielwaren. Facebook bleibt der meistgenutzte Kanal. Google+ hat Twitter dabei interessanterweise überholt. In den Branchen Auto- und Motorradzubehör, Elektronik, Möbel, Büroausstattung und Medien macht Google+ inzwischen einen signifikanten Anteil aus.

Die Studie basiert auf den Daten des Search- und Social-Analytics-Anbieters Searchmetrics.

Gegen Tweet oder Facebook-Share steht die 26 Seiten umfassende Studie Interessierten zum Download zur Verfügung.