Bei den Verbänden herrscht Konsens darüber, dass die nachhaltige Absicherung des Online-Zahlungsverkehrs nur mit Hilfe der Hardwareindustrie möglich ist. PCs sollen standardmäßig mit Kartenlesegeräten und Chipkarten ausgestattet werden.

Ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH), nach dem die Kreditkartenunternehmen im Falle einer Zahlungsverweigerung für den Ausfall aufkommen müssen, hatte im vergangenen Monat zu einer Reihe von kurzfristigen Vertragskündigungen mit Versandunternehmen geführt. Den gekündigten Online-Händlern bleiben vorerst nur die Zahlungsalternativen per Überweisung, Nachnahme oder Lastschriftverfahren. Damit die Entscheidung des BGH nicht zu einer Stagnation im E-Commerce führt, trafen sich nun Vertreter des Deutschen Multimedia Verbands (dmmv), des Bundesverbands Deutscher Versandhandel (bvh) und verschiedener Kreditkartendienstleister.

Bei den Beteiligten herrscht Konsens darüber, dass die nachhaltige Absicherung des Online-Zahlungsverkehrs nur mit Hilfe der Hardwareindustrie möglich ist. "Eine standardmäßige Ausstattung von PCs mit Kartenlesegeräten und Chipkarten, ähnlich dem Aufladen von Bankkarten oder dem Abheben am Geldautomaten würde die Sicherheit erhöhen, d.h. beim digitalen Zahlungsverkehr würde zusätzlich zu der Kreditkarte ein PIN-Code benötigt", so dmmv-Geschäftsführer Alexander Felsenberg. Des weiteren könnten auch Zugangsmöglichkeiten für Minderjährige ausgeschlossen werden - laut Felsenberg ein längst überfälliger Beitrag der Hardwareindustrie zum Jugendschutz. Auch das Thema Raubkopien würde mit entsprechender Hardwareunterstützung eingedämmt werden. (ST)


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