Deutsche Unternehmen erwirtschaften im Durchschnitt fast ein Fünftel ihrer Umsätze im Internet. Innerhalb der Europäischen Union zählt die Bundesrepublik damit zur Spitzengruppe.

Jeder sechste Euro wird von Unternehmen mittlerweile im Internet umgesetzt, meldet der Branchenverband Bitkom auf Basis von Daten des Europäischen Statistikamts Eurostat. Demnach erzielten deutsche Unternehmen im vergangenen Jahr durchschnittlich 17 Prozent ihres gesamten Umsatzes über das Internet. Das bedeutet ein Plus von 6 Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2007.

In der Rangliste der Länder der Europäischen Union (EU) liegt Deutschland damit auf dem sechsten Platz. Spitzenreiter ist Tschechien mit einem Anteil von 25 Prozent vor Finnland mit 20 Prozent und Schweden mit 19 Prozent. Im Durchschnitt der EU erzielten die Unternehmen den Statistikern zufolge 14 Prozent ihres Umsatzes im elektronischen Geschäftsverkehr.

Viele Transaktionen ausschließlich online

"E-Commerce hat sich als Absatzkanal fest etabliert", ist Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder überzeugt. "Viele geschäftliche Transaktionen laufen heute ausschließlich online ab." Ein Fünftel aller Unternehmen in Deutschland nutzten das Internet für den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen. Damit liege Deutschland im EU-Vergleich auf Rang acht, aber deutlich über dem Durchschnitt der Europäischen Union von 13 Prozent.

"Deutlich stärker als für den Verkauf wird das Internet demnach für den Einkauf von Waren oder Dienstleistungen genutzt: So erledigen 54 Prozent aller deutschen Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern ihren Einkauf ganz oder teilweise online. Damit liegt Deutschland im EU-Vergleich auf dem vierten Platz hinter Dänemark mit 71 Prozent, Norwegen mit 61 Prozent und Österreich mit 59 Prozent.

Im Durchschnitt der EU setzen 35 Prozent der Unternehmen das Internet für die Beschaffung ein. "Eine elektronische Beschaffung beschleunigt die Prozesse enorm", so Rohleder. "Davon profitieren die Unternehmen über sinkende Kosten."