Hat Europa auf dem Weg zum E-Government den Durchblick, fragt das E-Business-Services-Unternehmen ICL.

Hat Europa auf dem Weg zum E-Government den Durchblick, fragt das E-Business-Services-Unternehmen ICL.

Der Dienstleister fordert die europäischen Regierungen auf, die Kosten und Einsparungen von Electronic Government ausführlich zu untersuchen und sicher zu stellen, "dass E-Government-Strategien von wirksamen Change-Management- Plänen unterstützt werden".

Der ICL Report "Europas Bereitschaft für E-Government" untersucht die Ziele für E-Government, die im "e-Europe 2002" Aktionsplan der Europäischen Union festgelegt sind. Dabei wird geprüft, welche Fortschritte jedes Land beim Erreichen der Ziele für elektronische Dienstleistungen macht. Der Report deckt die Unterschiede zwischen den Stufen auf, die verschiedene Regierungen erreicht haben und macht auf Bereiche aufmerksam, die zur Besorgnis Anlass geben. Der Bericht stellt auch viele ausgezeichnete Initiativen in Europa auf dem Weg zum E-Government vor. So hat Finnland allein 76 E-Serviceprojekte gestartet und ist zuversichtlich, in den Genuss erheblicher Kostenreduzierungen zu kommen. Zu den erfolgreichen Initiativen gehören auch das Informations-Portal der britischen Regierung und die in Griechenland online verfügbaren Vordrucke für die Steuererklärung.

Mit Hinweis auf den Bericht fordert ICL alle europäischen Regierungen auf, sich um folgende Fragen intensiv zu kümmern: · Welche Kosten und Einsparungen werden sich aus dem Übergang zu einem E-Government Modell ergeben? · Wie werden die Regierungen die kulturellen Veränderungen managen, die dieser Übergang hervorruft?

Jörn Sacksen, General Manager von ICL für den deutschsprachigen Raum, wies daraufhin, dass gemäß den Ergebnissen der Umfrage zu viele der Vorteile als isolierte Initiativen gesehen werden und dass integrierte, sorgfältig kalkulierte Pläne für den Wandel zur Online-Regierung fehlen. "Obwohl die Mehrheit der europäischen Regierungen glaubt, dass das Angebot von Dienstleistung über das Internet in der Zukunft zu Einsparungen führt, konnte kein Land einen Zeitplan für das Wann und Wie dieser Einsparungen vorlegen," hob Sacksen hervor.

Der Bericht deckt ebenfalls Planungsmängel europäischer Regierungen für die Veränderungen auf, die das Online- Angebot von Dienstleistungen mit sich bringt. Keine der befragten Regierungen habe vollständige Change-Management-Pläne entwickelt, die Restrukturierung und Neuverteilung der Ressourcen offen legen. "Die mit den neuen E-Government-Dienstleistungs-Modellen verbundenen Änderungen werden für die Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst und für die Abteilungsstrukturen dramatisch sein," sagte Sacksen. "Ein sorgfältig ausgearbeiteter Change- Managementplan ist unerlässlich, wenn der Wandel mit einer geringstmöglichen Beeinträchtigung der Bürger ablaufen soll. Die Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst müssen die Auswirkung dieser Veränderung wirklich verstehen und in der Lage sein, die neuen Regierungsdienstleistungen zu unterstützen," unterstrich Sacksen die Notwendigkeit, das Thema E-Government aufmerksam und sorgfältig anzugehen.

Der Bericht "Europe's Readiness for E-Government" wurde von dem Londoner Forschungsunternehmen Kable Ltd. recherchiert und ausgearbeitet. Er ist im Internet verfügbar unter www.icl.com/government/e-readiness. (DS)