Banken und Finanzdienstleister nutzen das Wissen ihrer Mitarbeiter kaum. Ein Umstand, der zum Wettbewerbsnachteil geraten könnte. Darauf wurde im Rahmen des Symposiums "eLearning für Finanzdienstleister" in Stuttgart hingewiesen.

Banken und Finanzdienstleister nutzen noch in zu geringem Maße das Wissen ihrer Mitarbeiter. Ein Umstand, der zum Wettbewerbsnachteil geraten könnte. Darauf wurde im Rahmen des Symposiums "eLearning für Finanzdienstleister" in Stuttgart hingewiesen. Bei den meisten Banken und Finanzdienstleistern müsse nicht nur der Wissensaustausch, sondern gleichzeitig auch die Weiterbildung der Mitarbeiter optimiert werden.

"Unternehmen der Finanzbranche nutzen bisher weniger als die Hälfte des bei Mitarbeitern vorhandenen Wissens. Künftig werden jene Unternehmen Vorteile gegenüber Wettbewerbern haben, die das Wissen ihrer Mitarbeiter bestmöglich fortentwickeln und nutzen", so Prof. Dr. Werner Sauter, Leiter des Arbeitskreises "TLB - Technologiegestütztes Lernen in Banken und Bausparkassen" und Mitglied des Vorstandes der IC eLearning AG. Eine Lösung sei das so genannte "Blended Learning", eine ausgewogene Mischung aus bekannten Lernelementen wie zum Beispiel Seminaren und E-Learning, also Web-basierten oder Computer-basierten Lernelementen.

Nach einer Erhebung der IC eLearning spielt E-Learning heute erst in 5% der deutschen Finanzunternehmen eine Rolle. Gleichzeitig aber sehen 60% der Institute E-Learning als zwingende Notwendigkeit an. Olav Blasberg, Vorsitzender des Vorstandes der IC eLearning AG: "Finanzdienstleister werden ihre Wissensbildungsstrukturen in den kommenden Jahren massiv modernisieren. Die Implementierung von E-Learning als Blended Learning sollte dabei als Investition in den Aufbau von Wissen als Wertschöpfungskern eines modernen Finanzdienstleisters betrachtet werden. Von einer hohen Mitarbeiterqualifikation profitieren die Kunden." Nach Berechnungen des Marktforschungsinstitutes IDC gaben europäische Unternehmen im vergangenen Jahr gerade 650 Mio. DM für das Lernen im Netz aus, 2004 sollen es bereits über 8 Mrd. DM sein.

Die Börse Stuttgart investiert bereits in entsprechende Qualifizierungssysteme. "Die vielschichtiger werdenden Kapitalmärkte, anspruchsvollere Techniken des Handels und eine zunehmende Komplexität der Geschäftsprozesse erforderten eine permanente Mitarbeiterschulung und den Einsatz von neuen Medien und E-Learning", sagte Dr. Peter Ladwig, Vorstandsvorsitzender der Börse Stuttgart, im Rahmen des Symposiums. Web-basierte und Computer-gestützte Lernformen seien preiswerter, effektiver, zudem flexibler und erlaubten Lernen unabhängig von Ort und Zeit. Mitarbeiter könnten sich auf diese Weise wahlweise Wissen am Arbeitsplatz aneignen oder am Computer daheim.

Dr. Markus Cordes, Geschäftsführer der Vereinigung für Bankberufsbildung e.V., betonte unterdessen, dass die Integration von E-Learning in bestehende Systeme der Personalentwicklung und in die organisatorische und technische Infrastruktur des Unternehmens die eigentliche konzeptionelle Herausforderung sei. "E-Learning ist eine Evolution in der Bildung - keine Revolution und schon gar keine Alternative", so Cordes. Der Bedarf an Qualifizierungsangeboten in der Finanzbranche nehme unter anderem aufgrund einer zunehmenden Veränderungsgeschwindigkeit, immer komplexeren Zusammenhängen und verbreiterten Produktpaletten stark zu. (ST)


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