Wer gedacht hat, das Thema E-Learning würde aufgrund der schwierigen Lage im E-Business an Bedeutung verlieren, sieht sich getäuscht. So kamen zum 2. E-Learning-Kongress der imc GmbH, der am 30. und 31.10. in Mainz stattfand, deutlich mehr Interessierte als im vergangenen Jahr.

Wer gedacht hat, das Thema E-Learning würde aufgrund der schwierigen Lage im E-Business an Bedeutung verlieren, sieht sich getäuscht. So kamen zum 2. E-Learning-Kongress der imc GmbH, der am 30. und 31.10. in Mainz stattfand, deutlich mehr Interessierte als im vergangenen Jahr.

Auch die Thematik hat sich geändert: Ging es im vergangenen Jahr noch darum, den Zuhörern das Thema an sich näher zu bringen, so wurde dieses Jahr mehr in die Tiefe gegangen.

Es wurden weiterführende Fragestellungen behandelt:
- Welchen konkreten Nutzen bringt die Einführung von E-Learning in einem Unternehmen?
- Was kostet die Einführung eines E-Learning-Systems?
- Wann rechnen sich die Investitionen in ein E-Learning-System?
Analysten von Berlecon sehen in diesem Segment in Deutschland ein Wachstumspotenzial. Bis ins Jahr 2005 soll es konservativ berechnet ein Volumen von 1,5 Mrd. DM und optimistisch berechnet ein Volumen von 2,1 Mrd. DM haben.

Dennoch ist auch beim Thema E-Learning der Trend der Konsolidierung stark spürbar. Einige Anbieter, die konkrete Installationen und Projekte vorweisen können, haben sich am Markt etabliert, andere Teilnehmer verabschieden sich oder haben sich schon verabschiedet.
Laut Ursula Querette, Vizepräsidentin bei J.P. Morgan haben die Anbieter Probleme damit, dass sie auf Venture-Kapital angewiesen sind und die Geldgeber mittlerweile bei Investitionen sehr genau prüfen, bei welchen Unternehmen sich Investitionen lohnen. Des Weiteren würden aufgrund der Regressionsängste Investitionen in Weiterbildungsmaßnahmen gekürzt. Auch aus diesem Grund seien die USA Deutschland weit voraus. Daraus solle man aber den Vorteil ziehen, von Erfahrungen lernen zu können und das schon vorhandene Know-how zu nutzen.

Mittelständische Unternehmen nehmen eine abwartende Haltung ein. Was Produkte angeht, zielen sie auf eher auf Einzelmodule denn auf kostspielige Gesamtlösungen ab. Deshalb seien heute vor allem große und global tätige Unternehmen die Käufer. Als Markttreiber sehen die Analysten von J.P. Morgan eine erhöhte Akzeptanz bei den Anwendern, die Verbesserung der technischen Voraussetzungen, Kostenersparnisse und verbesserte Inhaltsangebote an. Zudem drängten US-Firmen stärker in den europäischen Markt - und Konkurrenz belebe das Geschäft. Marktbremsen seien immer noch die zu geringen Bandbreiten, Sicherheits- und Datenschutzprobleme und die verhältnismäßig hohen Implementierungskosten. Gerade beim letzten Punkt ist es wichtig, den potenziellen Kunden klarzumachen, welche immensen Kostenersparnisse in der Einführung eines E-Learning-Systems stecken können.
Juliane Vering, Leiterin Aus- und Fortbildung bei KPMG, stellte eine detaillierte Kalkulation vor, aus der hervorging, dass die Weiterbildung über Präsenzseminare pro Mitarbeiter im Jahr 1.700 DM Kosten verursacht. Im Gegensatz dazu würde die Fortbildung mittels einer E-Learning-Lösung trotz Einrechnung der Implementierungskosten nur 650 DM pro Mitarbeiter im Jahr kosten.(AP)


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