Mit dem BMWI-Projekt "FairPay" sollen die vielen vorliegenden Erkenntnisse für die Entwicklung sicherer IT-Systeme gebündelt und praktisch nutzbar gemacht werden. Spezifische Sicherheitseigenschaften könnten dann - vergleichbar einem TÜV - geprüft werden.

Die mögliche Gefährdung der Informationsgesellschaft durch Sicherheitslücken in informationstechnischen Systemen steigt mit der rasch wachsenden Zahl von neuen Anwendungen vor allem im Internet. Mit "FairPay", einem Projekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWI), sollen die vielen - oft erst im akademischen Bereich - vorliegenden Erkenntnisse für die Entwicklung sicherer IT-Systeme gebündelt und für die Praxis nutzbar gemacht werden. Ziel ist es, bereits die Entwicklungsphase solcher Systeme so zu formalisieren, damit spezifische Sicherheitseigenschaften nachvollzogen und - vergleichbar einem TÜV - geprüft werden können.

Gestern fand nun ein Kongress statt, um die FairPay-Initiative Entscheidungsträgern und Führungskräften von Entwicklern und Betreibern sicherheitskritischer IT-Infrastrukturen sowie praxisorientierten Wissenschaftlern vorzustellen. Margareta Wolf, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, erklärte in diesem Rahmen: "Beim Verkauf materieller Güter und Dienstleistungen setzt - nach Angaben von empirica - inzwischen jedes fünfte Unternehmen in Deutschland auf Online-Vertrieb. Deutschland hat damit zur Spitzengruppe aufgeschlossen. Das Potenzial des Electronic Commerce ist enorm. Zunehmender Komfort, beispielsweise bequemes Zahlen via Internet, haben die Attraktivität des E-Commerce beschleunigt." Für die erfolgreiche weitere Erschließung des Marktpotenzials komme es nun darauf an, das Vertrauen bei Anbietern und Nutzern in die neuen Technologien weiter zu stärken.

Das Verbundvorhaben FairPay wird vom BMWI seit zwei Jahren mit insgesamt 5,5 Mio. Euro gefördert. Dem interdisziplinären Konsortium gehören die Deutsche Bank AG und die Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG, vier auf Internet- und Sicherheitstechnologie spezialisierte Softwarehäuser (GFT Financial Solution GmbH, Secude GmbH, T-Systems ISS GmbH, Eurosec GmbH), sowie vier Hochschulinstitute an. Konsortialführer ist das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) mit Sitz in Kaiserslautern und Saarbrücken. (ST)


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Deutsches Forschungszentrum
für Künstliche Intelligenz DFKI
Dr. Oliver Keller
Im Stadtwald, Geb. 43.8
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Internet: fairpay.dfki.de