Europäische Unternehmen haben kein großes Vertrauen in die Sicherheit von Internet-Transaktionen.

Europäische Unternehmen haben kein großes Vertrauen in die Sicherheit von Internet-Transaktionen.

In einer internationalen Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaftgesellschaft PricewaterhouseCoopers unter 415 Unternehmen erklärten 81%, ihre Internet-Aktivitäten im Bereich der Beschaffung (E-Procurement) steckten erst "in einem sehr frühen Entwicklungsstadium". Als wichtigsten Grund dafür gaben mehr als 30% der befragten Entscheidungsträger aus den Bereichen Finanzen, Technologie, Telekommunikation und Verkehr mangelndes Vertrauen in die Sicherheit von Transaktionen via Internet an.

Als weitere Gründe nannten die Manager aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden unter anderem die mangelnde Internet-Erfahrung der Zulieferfirmen (ca. 15%) und die hohen Kosten von Technologie und Infrastruktur (ca. 12%).

In Deutschland wichen die Ergebnisse der Umfrage zum Teil erheblich von denen anderer europäischer Länder ab: So gaben hier die meisten Befragten (25%) an, dass mangelndes Interesse der Zulieferer am E-Procurement das größte Hindernis umfangreicherer Online-Geschäfte darstellt.

Gleichzeitig sehen die befragten Unternehmen in diesem Markt jedoch ein enormes Potential: 62% erwarten, dass sie mehr als ein Drittel ihrer Zulieferer-Geschäfte bis Ende 2001 über das Internet abwickeln werden.

Das Zustandekommen von Geschäftsbeziehungen im Bereich E-Procurement ist, so die Untersuchung von Pricewaterhouse-Coopers, ganz davon abhängig, ob der Zuliefe-rer in der Lage ist, sichere Systeme bereit zu stellen und damit die Vertrauensbasis zwischen ihm und dem belieferten Unter-neh-men herzustellen. Bestehen schon gefestigte Kunden-be-ziehungen zwischen beiden Partnern, so wirkt sich dies positiv für die Einführung von E-Procurement aus. Für 60% der europäischen Unternehmen (51% in Deutschland) muss vor der Auftragsabwicklung über das Internet bereits eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung bestehen. 66% der Befragten (Deutschland: 70%) bevorzugen nur Partner, die sowohl im Netz als auch physisch vertreten sind. Vor diesem Hintergrund haben die traditionellen Unternehmen gute Chancen im Wettbewerb mit der vorhergesagten Flut an Internetunternehmen auf dem B2B-Markt. (KC)

Interessenten können die Studie "Vertrauen bildet sich nicht in E-Speed" unter der Internetadresse www.pwcglobal.com/de kostenfrei herunterladen.

In der neuen Ausgabe beschäftigt sich CYbiz ausführlich mit dem Thema E-Procurement in Unternehmen. Sie erscheint am 30. August 2000.


KONTAKT:

PricewaterhouseCoopers
Andreas Borcherding
Tel. 040-63781804
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Internet: www.pwcglobal.com/de