E-Sportler, die regelmäßig an leistungsorientierten Ligenspielen und Turnieren von Computerspielen teilnehmen, sind männlich, jung, gewaltverliebt und nicht die hellsten - so das weit verbreitete Klischee. Jetzt liegen die Ergebnisse einer entsprechenden Studie vom Institut für Sportwissenschaften der Universität Stuttgart vor.

E-Sportler, die regelmäßig an leistungsorientierten Ligenspielen und Turnieren von Computerspielen teilnehmen, sind männlich, jung, gewaltverliebt und nicht die hellsten - so das weit verbreitete Klischee. Jetzt liegen die Ergebnisse einer entsprechenden Studie vom Institut für Sportwissenschaften der Universität Stuttgart vor. Einige der besonders negativen Vorurteile zu E-Sportlern werden darin nun widerlegt. Das Klischee vom Killerspiele-Konsumenten findet bei den Wissenschaftlern jedenfalls keine Unterstützung.

Ein anderes Vorurteil scheint durch die Studie mit 5.956 Probanden jedoch bestätigt: 98,1 Prozent männliche Teilnehmer passen sehr gut zum extrem männlichen Image des E-Sports. Dass E-Sportler eher junge Menschen sind, bestätigt sich ebenfalls, wenn auch nicht ganz so deutlich. Knapp drei Viertel der Probanden sind zwischen 16 und 21 Jahre alt. Nicht haltbar erscheint dagegen das Vorurteil, E-Sportler wären ungebildet. Unter den im Berufsleben stehenden Teilnehmern gaben 44,8 Prozent Fachhochschul- oder allgemeine Hochschulreife zu haben. Das liegt deutlich über dem vom Statistischen Bundesamt 2006 ermittelten Schnitt in der deutschen Bevölkerung von 24,1 Prozent. Bei den Schülern wiederum gaben fast 70 Prozent an, Gymnasiast zu sein.