Die Banken können aufatmen: Der defekte Kartenchip kann offenbar neu programmiert werden. Ein kostspieliger Austausch der Karten lässt sich so vermeiden.

Der 2010-Bug auf den EC- und Kreditkarten kann durch eine Neuprogrammierung des EMV-Chips behoben werden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) vom heutigen Donnerstag hervor.

Vollständiger Austausch wird überflüssig

"Mit einer Software wird der Fehler auf den Karten behoben", erklärt der Verband. "Die deutschen Sparkassen und Landesbanken werden deshalb die betroffenen Karten mit einem Update versehen. Damit wird ein vollständiger Kartenaustausch unnötig".
 
Andere Institute werden sich dieser Lösung aller Voraussicht nach anschließen, da sie günstiger als ein Austausch der Karten ist und die störungsfreie Akzeptanz der Karten auch im Ausland wieder vollständig gewährleistet.

Zeitplan wird bald veröffentlicht

Der DSGV kündigte an, noch diese Woche einen konkreten Zeitplan sowie Handlungsempfehlungen für die in Frage kommenden Karteninhaber zu veröffentlichen.

Betroffen sind Kreditkarten der Sparkassen, die einen Chip tragen und vor März 2009 ausgegeben wurden. EC-Karten, die nach Juni vergangenen Jahres ausgegeben wurden, sind definitiv nicht betroffen.