Das Rennen um die Mainzer Karstadt-Filiale ist entschieden: ECE baut den Standort um. Der Immobilienentwickler kaufte zudem laut Medienbericht noch zwei weiteren Karstadt-Häuser in Süddeutschland.

Die Entscheidung im Kopf-an-Kopf-Rennen um die Mainzer Karstadt-Filiale ist offenbar gefallen: Wie der Immobilienentwickler Multi Development meldet, hat Wettbewerber ECE den Zuschlag für den Umbau des Standorts in der Domstadt.

Nach Informationen der in Mainz erscheinenden "Allgemeinen Zeitung" wurde das Mainzer Warenhaus im Paket mit zwei weiteren Karstadt-Häusern in Nürnberg und Leonberg an die ECE durch das Immobilienkonsortium Highstreet veräußert. Eine Bestätigung durch die ECE steht noch aus.

Multi Development bedauerte, dass "offenbar der weniger geeignete Ansatz zur Realisierung kommen wird". Die Pläne der ECE wurden zuletzt sogar vom Mainzer Kardinal Karl Lehmann als "überdimensioniert" kritisiert.

250 Millionen Euro Investition

Das Karstadt-Haus in bester 1a-Lage der Domstadt soll zum Einkaufszentrum mit rund 30.000 Quadratmetern umgebaut werden. Klicken Sie hier für eine Bildergalerie mit Fotos der Mainzer Karstadt-Filiale.

Zunächst hieß es, Multi Development habe das Rennen gemacht. Doch der Immobiliendeal mit den zwei weiteren Filialen gab wohl der ECE letztlich den Ausschlag.

Nun wird die ECE rund 250 Millionen Euro in den Umbau des Mainzer Karstadt zum innerstädtischen Center investieren. Karstadt soll als Ankermieter rund die Hälfte der Fläche, also 15.000 Quadratmeter, belegen. Dazu kommen bis zu 90 neue Geschäfte.

Das Projekt an der Mainzer Einkaufsmeile Ludwigsstraße gilt als Schlüssel für die Weiterentwicklung der Mainzer Innenstadt.