Das E/D/E macht sich zukunftsfest. Deswegen bietet die Verbundgruppe für Eisenhandel ihren Mitgliedern nun eine eigene Bank.

Das Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler (E/D/E) professionalisiert sein Geschäft und betreibt nun ein eigenes Kreditinstitut. Ab dem 1. Januar 2012 nimmt die Etris Bank ihren Betrieb auf - als hundertprozentige Tochter der Verbundgruppe aus Wuppertal. Bereits ab dem 1. Juli dieses Jahres startet eine sechsmonatige Testphase der Bank.

Die Erlaubnis zum Betrieb von Bankaktivitäten wurde der E/D/E durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie der Bundesbank erteilt, betont die Verbundgruppe.

Nach E/D/E-Angaben ist die neue Bank ein Spezialinstitut für Zentralregulierung, Zahlungsverkehr und Handelsfinanzierung, das das Finanzgeschäft der Kooperation übernehmen soll. Die Bank sei als Unternehmerbank für den mittelständischen Produktionsverbindungshandel und für seine Lieferanten auf den spezifischen Bedarf der Branche ausgerichtet.

Factoring, Bürgschaften, Garantien

"Hauptfunktion ist die Zentralregulierung mit Delkredere-Übernahme. Damit wird die Zentralregulierung als Kerngeschäftsfeld des E/D/E zukunftsfest gemacht", sagt Andreas Trautwein, der in der Geschäftsführung der Verbundgruppe unter anderem den Finanzbereich verantwortet. Das Volumen der Zentralregulierung umfasst im E/D/E nahezu fünf Milliarden Euro.

E/D/E-Mitgliedsunternehmen können bei der neuen Bank klassische Konten eröffnen, teilt die Verbundgruppe mit. Mögliche zusätzliche Leistungen könnten zukünftig sein: Investitionsfinanzierung, Factoring oder auch Bürgschaften und Garantien.

"Die Gründung der Bank ist ein konsequenter Schritt bei der Weiterentwicklung aller Leistungsbereiche unserer langfristigen Unternehmensstrategie", sagt
Hans-Jürgen Adorf, Vorsitzender der E/D/E Geschäftsführung.