Was für technische Neuerungen für Nutzfahrzeuge verbergen sich hinter den geheimnisvollen Abkürzen? Der Handel klärt auf.

Automatisiertes Schaltgetriebe: Ein manuelles Wechselgetriebe, dessen Schaltmechanismus automatisiert wurde. Beispiele sind: AS-Tronic (DAF), Eurotronic (Iveco), Tipmatic (MAN), Powershift (Mercedes), Optidriver (Renault), Opticruise (Scania) und I-Shift (Volvo).

EGR: Die „Exhaust Gas Recirculation” (EGR = Abgasrückführung) wird zur Minderung von Stickstoffoxiden (NOX) bei Verbrennungsmaschinen eingesetzt. Ein Teil des Abgases wird durch ein Rohr mit Steuerventil erneut der Frischluft zugeführt. Das entstehende Gemisch hat einen bezogen auf das Volumen niedrigeren Brennwert und erreicht nicht mehr die für die NOX-Bildung erforderliche Temperatur im Brennraum. Im Lkw ist eine gekühlte EGR Standard. Inzwischen bietet Scania Euro-5-Fahrzeuge mit EGR an - MAN folgt 2009.

LGS: Das „Lane Guard System” (LGS = Fahrspurüberwachung) überwacht über eine -Videokamera hinter der Frontscheibe das korrekte Einhalten der Fahrspur. Kommt es zum Verlassen der vorgegebenen Fahrspur ohne Betätigung des Blinkers, warnt ein -akustisches Signal den Fahrer.

SCR: Durch die „Selective Catalytic Reduction” werden Stickoxide (NOX) in Abgasen reduziert. Zum Ablauf der Reaktion wird Ammoniak (NH3) - auch als Urea oder AdBlue bekannt - benötigt. Die Produkte der Reaktion sind Wasser (H2O) und Stickstoff (N2). In der Fahrzeugtechnik wird das benötigte Ammoniak in Form einer 32,5-prozentigen, wässrigen Harnstofflösung in separaten Tanks mitgeführt. Die Lösung wird vor dem SCR-Katalysator mittels Dosierpumpe in den Abgasstrang eingespritzt.

EEV: „Enhanced Environmentally Friendly Vehicle” ist der gegenwärtig anspruchsvollste europäische Abgasstandard für Busse und Lkw. Diese besonders umweltschonenden Fahrzeuge übertreffen die Abgasqualität der ab Oktober 2008 bei Lkw und Bussen für alle neuen Fahrzeugtypen gültigen Norm Euro 5.

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