Rewe reagiert auf den Verdacht, spanische Gurken könnten für den EHEC-Erreger ursächlich sein, und nimmt die Produkte aus den Regalen. Die norddeutschen Bauern zeigen sich derweil erleichtert. 

Die Rewe-Group hat aufgrund der Hinweise des Hamburger Hygiene-Instituts und "aus Gründen äußerster Vorsicht" Salatgurken mit Herkunft Spanien bundesweit vollständig aus dem Verkauf genommen.

"Im Sinne des Gesundheitsschutzes gegenüber den Kunden und Mitarbeitern werden sämtliche Märkte der Rewe Group kontinuierlich und aktuell über die Entwicklungen im Zusammenhang mit den EHEC-Erregern informiert", teilt das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit.

Man sei in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden, um auf eventuelle neue Erkenntnisse zu den Ursachen des EHEC-Erregers unverzüglich zu reagieren, heißt es dort.

Noch keine endgültige Sicherheit über die Ursachen

In Norddeutschland zeigt man sich unterdessen erleichtert über die neusten Erkenntnisse zur Herkunft des aggressiven EHEC-Erregers: "Das schafft hoffentlich etwas Entspannung. Es ist ein gutes Zeichen für unsere Branche", sagte der Geschäftsführer der Fachgruppe Gemüsebau Norddeutschland, Axel Boese, am Donnerstag zu der Analyse des Hamburger Hygiene-Instituts.

Bis zu einer Entwarnung für die Bauern müsse aber feststehen, dass das Gemüse aus Spanien wirklich der einzige Träger des Bakteriums ist. Die Experten in der Hansestadt hatten den Erreger in Import-Gurken aus Spanien nachgewiesen. Bisher schlossen sie jedoch nicht aus, dass auch andere Lebensmittel als Infektionsquelle infrage kommen.