Der Deutsche Multimedia Verband (dmmv) begrüßt den Beschluss des Europäischen Rates zu Gunsten eines Opt-Out-Prinzips beim Setzen von Cookies. Der in der Branche befürchtete Wettbewerbsnachteil sei somit ausgeblieben.

Der Deutsche Multimedia Verband (dmmv) begrüßt den Beschluss des Europäischen Rates zu Gunsten eines Opt-Out-Prinzips beim Setzen von Cookies. Der in der Branche befürchtete Wettbewerbsnachteil sei somit ausgeblieben.

Der Rat der EU bestätigt mit seiner Entscheidung das Setzen von Cookies nach vorheriger Information aber ohne die zuvor erteilte Zustimmung des Nutzers - nach Ansicht des dmmv ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Geschäftsgrundlagen im Online-Marketing und E-Commerce.

Im ersten Entwurf hatte die Richtlinie zwingend die ausdrückliche Einwilligung des Nutzers in die Verwendung des Cookies vorgesehen. Die kürzlich verabschiedete Fassung der Richtlinie, die im Oktober 2002 in Kraft treten wird, sieht nun eine Opt-Out-Lösung vor und entspricht damit weitgehend deutschem Recht. Danach ist eine zeitlich vorgelagerte Information des Nutzers für den Fall vorgesehen, dass mit Hilfe eines Cookies die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten vorbereitet werden soll. Die Einrichtung und Bereitstellung virtueller Einkaufskörbe - wesentlicher Bestandteil des E-Commerce - ist somit ohne vorheriges Abfrageverfahren möglich.

Mit der verabschiedeten Richtlinie ist der Rat der Europäischen Union den Vorstellungen des dmmv sowie zahlreicher Unternehmen und Wirtschaftsverbände nachgekommen, die gegen die restriktive ursprüngliche Fassung protestiert hatten. (ST)


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