Der von DaimlerChrysler, General Motors und Ford gegründete Internet-Marktplatz Covisint stellt keine Gefahr für den Wettbewerb dar. So lautet das Urteil der EU-Kommission.

Nachdem das US-amerikanische Kartellamt und das Bundeskartellamt für den Kfz-Internet-Marktplatz Covisint freie Fahrt gegeben hatten, genehmigte gestern auch die EU-Kommission das von den Automobilkonzernen DaimlerChrysler, General Motors und Ford gegründete gemeinsame Management von Autoteilen im Internet. Das teilt die Nachrichtenagentur AP mit.

Vom Projekt Covisint LLC ginge zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Gefahr für den Wettbewerb aus, teilte die Brüsseler Behörde gegenüber AP am Dienstag mit. Covisint stelle keinen Zusammenschluss dar, weil die beteiligten Unternehmen das Projekt weder allein noch gemeinsam kontrollieren würden.

Covisint war im Februar 2000 gegründet worden. Der japanische Autobauer Nissan und das französische Unternehmen Renault schlossen sich im April vergangenen Jahres an. Im Mai 2001 stieß der Konkurrent PSA Peugeot Citroen hinzu. Covisint soll als Online-Marktplatz für die Beschaffung von Autoteilen fungieren und die Zulieferketten effizienter gestalten, um Kosten zu sparen.

Die EU-Kommission erklärte gegenüber der Presse, die so genannten Business-to-Business-Marktplätze (B2B) wirkten sich positiv auf den Wettbewerb aus. Sie machten den Markt transparenter und effizienter, was letztlich zu niedrigeren Preisen für den Verbraucher führen könnte. Allerdings dürfe niemand vom Markt ausgeschlossen werden. (ST)


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Covisint Europe
Internet: www.covisint.com