Das Ebay-Kerngeschäft leidet unter der Wirtschaftskrise. Der Bezahldienst PayPal und die Internettelefonie Skype stehen unterdessen ganz gut da.

Beim Online-Auktionshaus Ebay ist der Gewinn im ersten Quartal eingebrochen. Der Überschuss fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 357 Millionen US-Dollar, rund 274 Millionen Euro. Der Umsatz sank um acht Prozent auf zwei Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Analysten hatten offenbar noch schlechtere Zahlen erwartet: Die Ebay-Aktie legte in nachbörslich deutlich zu. Für das laufende Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 1,85 Milliarden bis gut zwei Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie soll zwischen 0,23 und 0,26 Dollar liegen.

Kerngeschäft schwächelt

Besonders schwach war zuletzt das Kerngeschäft der Marktplätze wie Ebay, Shopping.com und  StubHub mit einem Umsatzminus von 18 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. Das zweite strategische Standbein, der Online-Bezahldienst PayPal, konnte dagegen die Erlöse um elf Prozent auf 643 Millionen Dollar steigern. Über PayPal wurden in den vergangenen drei Monaten knapp 16 Milliarden US-Dollar umgeschlagen, zehn Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2008.

Auch der Internettelefoniedienst Skype freut sich über Zuwächse: Mit 153,2 Millionen US-Dollar setzte die Ebay-Tochter 21 Prozent mehr um als im ersten Quartal 2008.  Von Januar bis März 2009 kamen 38 Millionen Nutzer hinzu, insgesamt sind es nun 443 Millionen. Kürzlich hatte Ebay bekannt gegeben, Skype im kommenden Jahr an die Börse bringen zu wollen. Ebay hatte Skype im Jahr 2005 für 2,6 Milliarden Dollar gekauft und später Abschreibungen in Milliardenhöhe vornehmen müssen.

wim mit dpa