Das Internet-Auktionshaus Ebay will sich künfitg stärker auf die Bedürfnisse der Käufer ausrichten, kündigt Vorstandchef John Donahoe per Interview an. 

Gegenüber dem Manager-Magazin kündigt der neue CEO von Ebay ein Umdenken an: "Das Auktionsgeschäft ist jetzt reif für eine grundlegende Neuausrichtung."
 
"Wir stecken hier mitten in einem Turnaround-Prozess, der noch ein oder zwei Jahre dauern wird", sagt Donahoe in der am Freitag (19. Dezember) erscheinenden Ausgabe des Magazins.

Donahoe, der Ebay seit April 2008 führt, will vor allem die Bedürfnisse der Käufer stärker berücksichtigen als bisher: "Wir haben uns zu lange auf die Verkäufer konzentriert. Immer wieder haben wir uns gefragt, wie wir für die Händler noch attraktiver werden können. Dabei sind in den vergangenen Jahren gerade die Kunden anspruchsvoller geworden."

Neuer Chef, neues Gebühren- und Bewertungsystem

Donahoe hatte bereits zum Jahresauftakt mit einem neuen Gebühren- und Bewertungssystem insbesondere Profiseller verärgert. Der Ebay-Deutschlandchef Stefan Groß-Selbeck gab im November bekannt, im neuen Jahr zum Online-Netzwerk Xing zu wechseln.    

Trotz der Finanzkrise rechnet Donahoe weiterhin mit einem rasanten Wachstum des Onlinehandels. Von derzeit fünf Prozent des weltweiten Einzelhandelsumsatzes werde sich der Anteil des E-Commerce innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre mehr als verdoppeln, sagte er.