Das Auktionshaus Ebay meldet gute Quartalszahlen. Die Werbeeinnahmen steigen, auch Paypal und Skype legen zu. Nur die Auktionäre bleiben aus.

Der amerikanische Konzern hat im zweiten Quartal rund 2,2 Milliarden Dollar umgesetzt - das ist ein Plus von 20 Prozent. Auch beim Gewinn hat Ebay um 22 Prozent auf 460 Millionen Dollar zugelegt. Dazu trugen unter anderem die starken internationaler Geschäfte wie auch die Werbeerlöse bei.

Die Sparte Online-Marktplätze, zu der etwa Ebay, shopping.com, das Ticketportal StubHub und die Kleinanzeigenseite  Kijiji gehören, konnte rund 13 Prozent mehr umsetzen als im Vorjahreszeitraum. Die Werbeumsätze stiegen sogar um 183 Prozent.

PayPal und Skype machen sich langsam

 
Laut Zeitungsberichten soll allerdings das Ebay-Kerngeschäft Auktionen nicht mehr so gut wie gewohnt laufen: Im vergangenen Jahr sei die Zahl der aktiven Nutzer um nur noch 1,7 Prozent gestiegen, im ersten Quartal dieses Jahres sank demnach die Rate sogar auf ein Prozent. Zuletzt nahm die Zahl der auf dem Online-Marktplatz eingestellten Waren anders als im Vorjahr allerdings wieder deutlich zu.

Das elektronische Bezahlsystem PayPal und der Internet-Telefondienst Skype haben ebenfalls zum Wachstum beigetragen, teilt Ebay mit: Paypal setzte demnach mit rund 600 Millionen Dollar 33 Prozent mehr um als im zweiten Quartal 2007; Skype mit 139 Millionen Dollar rund 51 Prozent mehr. Im zweiten Quartal hatten sich dort 29 Millionen Nutzer neu angemeldet, so dass nun fast 340 Millionen Menschen auf der ganzen Welt im Internet über Skype telefonieren können.

Deutschland zweitgrößter Markt nach den USA

Das Unternehmen erhöhte angesichts der Zahlen seine Prognosen für das Gesamtjahr abermals leicht und rechnet nun mit einem Umsatz von rund 9 Milliarden Dollar. Für das aktuelle Quartal prognostiziert der Konzern ein Umsatz von bis zu 2,15 Milliarden Euro. Der seit Ende März amtierende Konzernchef John Donahoe warnte jedoch vor einem weiter „unsicheren wirtschaftlichen Klima".

Etwas mehr als die Hälfte seiner Umsätze erzielte Ebay im Ausland. So ist Deutschland für den Konzern zweitgrößter Markt nach den USA. An der Spitze der Marktplatz-Sparte, die noch immer für den Großteil des Umsatzes steht, kündigte Ebay einen Wechsel an. In dem Geschäft kämpft der Konzern mit zunehmender Konkurrenz, etwa durch den Onlinehändler Amazon.