Edeka Minden-Hannover sieht die Krise noch nicht überwunden - rechnet aber für dieses Jahr zumindest mit einem gleichbleibenden Gewinn.

Die größte Edeka-Regionalgesellschaft, Edeka Minden-Hannover, rechnet in diesem Jahr mit steigendem Umsatz und einem gleichbleibenden Gewinn. Die Wirtschaftskrise sei bei weitem noch nicht überwunden, sagte der scheidende Vorstandssprecher Dirk Schlüter am Mittwoch.

2009 steigerte die Gesellschaft den Umsatz um zwei Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Mit der Entwicklung in dem durch eine Rezession geprägten Jahr zeigte sich Schlüter anlässlich der Bilanzpressekonferenz "durchaus zufrieden".

Das operative Ergebnis lag 2009 mit 110 Millionen Euro um 24 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau. Nach dem guten Start ins Geschäftsjahr sei man sicher, den Wert von 2009 wieder zu erreichen. Im ersten Quartal 2010 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 77 Millionen Euro auf 1,56 Milliarden Euro.

Rosenkranz folgt Schlüter Ende des Jahres

Mit einer von 31,3 auf 33,6 Prozent gestiegenen Eigenkapitalquote verfüge das Unternehmen über eine gesunde Bilanzstruktur. Für das laufende Jahr kündigte Schlüter ein Investitionspaket mit einem Volumen von 380 Millionen Euro an, das unter anderem für den Ausbau von Lager- und Logistikkapazitäten vorgesehen ist. Bis 2012 sollen 750 Millionen Euro investiert werden.

Zum Jahresende wird der 62-jährige Schlüter ausscheiden. Sein Nachfolger wird Vorstandsmitglied Mark Rosenkranz. Das Absatzgebiet von Edeka Minden-Hannover erstreckt sich von der holländischen bis an die polnische Grenze. Es umfasst Ostwestfalen, fast ganz Niedersachsen sowie die Bundesländer Bremen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg. Edeka Minden-Hannover beschäftigt 31.600 Mitarbeiter.