Der Lebensmittelhändler Edeka plant die Eröffnung zahlreicher neuer Märkte. Besonders für die Discount-Tochter Netto sehen die Hamburger noch Luft nach oben.

Edeka hat 2010 gut verdient: Der Umsatz der mittelständisch geprägten Gruppe erhöhte sich um 3,4 Prozent auf 43,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Hamburg mitteilte.

Der Lebensmittelhandel im engeren Sinne - im wesentlichen die Edeka-Märkte und der Discounter Netto - legte um 3,9 Prozent auf 39,1 Milliarden Euro zu.

Größere Supermärkte

Edeka plant die Zukunft mit mehr und größeren Märkten: "Es gibt noch weiße Flecken auf unserer Landkarte", sagte Edeka-Chef Markus Mosa am Mittwoch in Hamburg. In Ballungsräumen wie Rhein-Main, Teilen von Nordrhein-Westfalen und München liege der Marktanteil noch unter dem Durchschnitt.

Die 7.700 Edeka-Märkte sollen zudem größer werden. Heute liegt die Durchschnittsgröße unter 1000 Quadratmetern. "Wir setzen auf qualitatives Wachstum und Effizienz", sagte der Edeka-Chef.

200 Märkte sollen neu eröffnet werden, ebenso viele kleinere wieder schließen. "Unsere selbstständigen Einzelhändler beweisen sich Jahr für Jahr als Wachstumsmotor", sagte Mosa. "Sie sind das Fundament für denn dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg."

Stärker im Discount-Segment

Auch den Konkurrenzkampf mit Aldi und Lidl im Discount-Segment hat Edeka voll angenommen: Die 2009 übernommene Discount-Kette Plus ist mittlerweile umgeflaggt auf Netto und mit mehr als 4.000 Filialen auf Augenhöhe mit den Wettbewerbern. In den nächsten Jahren sollen 1.000 Filialen dazukommen.

2010 stieg der Nettoumsatz flächenbereinigt um 2,7 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro. Netto führt im Vergleich mit Aldi und Lidl deutlich mehr Artikel: rund 3.500. Einige Konkurrenten kommen mit weniger als 1.000 aus.