Edeka-Chef Markus Mosa kämpft an allen Fronten für eine Übernahme von Kaiser's Tengelmann. Sollte der Zusammenschluss zustande kommen, will er bis zu 2.100 neue Arbeitsplätze schaffen, schreibt er an den Betriebsrat des angeschlagenen Wettbewerbers. Und er verspricht noch mehr.

Der Edeka-Chef gebe zudem eine Jobgarantie für alle 16.000 Mitarbeiter, berichtete die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf einen Brief an die Betriebsratsvorsitzende von Kaiser's Tengelmann, Janetta Jöckertitz. "In den nächsten Jahren wollen und werden wir diese weiter erhöhen." Dem Bericht zufolge sollen etwa in der Region Berlin 700 und in Bayern bis zu 1.000 zusätzliche Stellen entstehen. Ein Edeka-Sprecher wollte diese Informationen offiziell nicht kommentieren.

Das Bundeskartellamt hatte Anfang April einen Zusammenschluss von Edeka und Kaiser's Tengelmann verboten. Die Bonner Wettbewerbsbehörde befürchtete Preiserhöhungen und weniger Konkurrenz. Die Unternehmen hatten danach bei Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) eine Sondererlaubnis zur Übernahme der 451 Kaiser's-Tengelmann-Filialen durch Deutschlands größten Lebensmittelhändler Edeka beantragt.

Die Handelsgruppe Tengelmann will sich aus dem Lebensmittelhandel zurückziehen, in dem sie zuletzt nach eigenen Angaben nur noch Verluste machte. Edekas Konkurrent Rewe lehnt eine Ministererlaubnis für eine mögliche Fusion von Edeka und Tengelmann vehement ab.

Sollte sich auch Gabriel dagegen aussprechen, drohen laut Mosa die meisten Jobs verloren zu gehen, heißt es in der Zeitung. Nach Angaben von Edeka zeichnet sich noch keine Tendenz für die Entscheidung ab. (dpa)