Der schwedische Möbelhändler Ikea verkauft nur noch zertifizierten Kaffee. So sollen die Kunden die Tasse richtig genießen können.

Kundenrestaurant, Mitarbeiterkantine oder Schwedenshop: Ikea bietet seit Mai 2008 ausschließlich Kaffee an, der mit dem UTZ-Siegel ausgezeichnet ist. UTZ bedeutet in der Sprache der Maya in Guatemala „gut” und soll eine verantwortungsvolle Landwirtschaft, eine nachhaltige Produktion und faire Arbeitsbedingungen für die Kaffeebauern garantieren.

Mit dieser Zertifizierung ist es auch möglich, auf der Homepage von UTZ (www.utzcertified.org/IKEA) die Lieferkette des Kaffees bis zu seiner Plantage nachzuverfolgen.

Nach Angaben des schwedischen Möbelhändlers leben die Arbeiter und ihre Familien in angemessenen Unterkünften und haben Zugang zu medizinischer Versorgung, Schulen und Weiterbildung. Außerdem werde bei der Produktion darauf geachtet, dass der Wasserverbrauch so gering wie möglich gehalten und der Einsatz von Chemikalien minimiert wird.

Zertifikation zusätzlicher Wert

Ikea möchte mit dieser Entscheidung, ausschließlich zertifizierten Kaffee anzubieten, Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt übernehmen.

Das Unternehmen ist der Meinung, dass Kaffee mit UTZ-Zertifikation einen zusätzlichen Wert aufweise und damit den Kaffeebauern erlaube, für ihr Produkt einen besseren Preis zu erzielen. Die Käufer honorierten diesen Mehrwert, indem sie den Kaffeebauern eine Prämie für ihren Kaffee mit UTZ-Siegel bezahlen.

Ikea bietet als erstes Großunternehmen in Deutschland UTZ-zertifizierten Kaffee an. Das Siegel wird gemeinsam von Kaffeebauern, Händlern und Kaffeeröstern getragen, so der Möbelhändler. Produkte mit dem UTZ-Siegel gibt es international unter anderem bei Migros (Schweiz), Delhaize (Belgien), Douwe Egberts (Niederlande), ICA (Schweden) und ASDA (USA).

Melanie Weis