Der renommierteste deutsche Preis für Lebensmittelindustrie und -handel wurde in Berlin vergeben. Unter den Preisträgern sind ein Berliner Händler, ein Schweizer Handelskonzern und ein Hersteller von Energydrinks.

Für Wolfgang Schrader war es ein Heimspiel: Der Berliner Edeka-Kaufmann mit zwei Märkten in der Hauptstadt musste lediglich ein paar Kilometer zurücklegen, um zur Preisverleihung des "Goldenen Zuckerhutes" im Hotel Intercontinental zu erscheinen.

Schrader war einer der vier diesjährigen Gewinner der Auszeichnung der Lebensmittel Zeitung (LZ), die von vielen als "Oscar" der Konsumgüterbranche angesehen wird. Der herzliche, aber auch zahlenfeste Kaufmann Schrader hatte illustre Mitgewinner.

Schweizer nehmen Trophäe entgegen

Zu den Zuckerhut-Preisträgern 2011 zählt etwa das Handelsunternehmen Coop aus der Schweiz. Die Eidgenossen wurden für ihre Innovationsfreudigkeit und für das klare Profil von der Jury ausgewählt.

Dabei wird das Unternehmen in einer Zeit ausgezeichnet, in der Schweizer Supermarktbetreiber mit zwei Phänomenen zu kämpfen haben: Auf der einen Seite die Expansion der Discounter im Land, auf der anderen die Kundenabwanderung nach Deutschland an den Grenzregionen, bedingt durch den starken Franken.

Laut Jury hat die Coop es in diesem schwierigen Umfeld geschafft, ihr Profil sowie das eigene Preisimage zu schärfen.

Red Bull ausgezeichnet

Weitere Gewinner sind der Energy-Drink-Hersteller Red Bull, der laut LZ "einen eigenen Markt geschaffen hat", sowie Dieter Fuchs, Chef des gleichnamigen Gewürz-Anbieters.

Der "Goldene Zuckerhut" wird jedes Jahr an herausragende Persönlichkeiten der Konsumgüterindustrie und des Lebensmittelhandels vergeben. In der Jury sitzen die Vorstandsvorsitzenden von bedeutenden Unternehmen wie Unilever, Rewe, Nestlé, Metro und Edeka.