Virtuelle Anproben versprechen die Lösung für (teure) Retouren im Handel zu sein. Statt sich zu Hause über nicht passende Kleidung zu ärgern, um diese dann an den Shopbetreiber zurückzusenden, kann bereits vorab der Sitz des gewünschten Stücks geprüft werden. Und wer ungern vor Ort beim Händler Kleidung ausprobiert, wird eine App zu schätzen wissen, die ihm zeigt, wie Hemd oder Hose sitzen wird. Ein neuer innovativer Ansatz zu dem Thema kommt nun aus Indien.
Trupik Connect heißt die App, die von einem indischen Startup entwickelt wurde und eine erste Finanzierungsrunde mit 1 Million Dollar abschließen konnte. Bereits vier größere indische Bekleidungsketten werden das System vom Start weg anbieten.

Nutzer der App können einen Avatar anlegen, an dem dann neue Styles und Outfits ausprobiert werden können. Der dazu notwendige Körperscan wird mit mittels eines Standardprodukts aus dem Technikshop erstellt. Spezielle Körperscanner muss der Händler nicht anschaffen. Zum Einsatz kommt Kinect, eine von Microsoft ursprünglich als Bewegungssensor entwickelte Kamera, die an eine Xbox angeschlossen wird. Damit bleiben die Investitionen des Händlers in Hardware überschaubar (eine Kinect kostet im Fachhandel circa 120 Euro). Deren Optik und räumliche Darstellung sind aber ausreichend genug, um das dreidimensionale Ebenbild des Kunden zu entwickeln.



Die App ist aber nicht nur virtuelle Anprobe. Der Nutzer kann das Bild seines neu eingekleideten Avatars auch an Freunde versenden, um sich deren Meinung zum Traumoutfit einzuholen.