Monatelang wurde zäh gerungen, am Montagabend einigten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber. Auch für die Azubis wurde eine Lösung gefunden.

Die Einigung zwischen Verdi und dem Hamburger Arbeitgeberverband LHW sieht für die 57.000 Beschäftigten eine Einmalzahlung von 400 Euro sowie eine Tariferhöhung um 3 Prozent rückwirkend ab dem 1. Mai dieses Jahres vor. Das Urlaubsgeld wird 2009 von 993 auf 1033 Euro erhöht. Die Spätzuschläge von Montag bis Freitag bleiben vollständig erhalten. Dafür beginnen die Samstagszuschläge künftig um 18.30 Uhr statt bisher um 14.30 Uhr.

Weil von dieser Regelung besonders die Beschäftigten im Verkauf betroffen sind, gibt es für sie 2009 und 2010 eine Zusatzleistung in Höhe von 150 Euro - als Beitrag zur Altersvorsorge oder als Warengutschein.

Höherer Fahrtkostenzuschuss

Gewerkschaft und Arbeitgeber fanden auch für die Auszubildenden ein Einigung. Hier wurde am längsten gestritten. Denn eigentlich hatten sich beide Parteien bereits 29. Juli auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt, von dem die Arbeitgeber auf Druck ihrer Verbandsspitze zurückgetreten sind. Auch den Auszubildenden sollte ein Ausgleich in Höhe von 50 Euro für späteren Samstagszuschläge in den Jahren 2009 und 2010 gewährt werden. Damit wollten sich aber die Arbeitgeberverbände nicht anfreunden. 

Am Montag wurde nun verabredet, dass die ursprünglich vereinbarte Regelung von zweimal 50 Euro für die Auszubildenden im Verkauf entfällt. Der Fahrtkostenzuschuss steigt ab dem 1. Januar 2009 von 13 auf 16 Euro netto monatlich. Diese Regelung gilt bis 30. September 2011.

Die Erhöhung der Ausbildungsvergütungen erfolgt künftig nicht erst zum 1. August eines Jahres, sondern parallel mit der Erhöhung der Gehälter. Also zum 1. Mai eines Jahres.

Vor dem Hamburger Abschluss wurden bereits Tarifvereinbarungen für Baden-Württemberg sowie Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erzielt.