Deutsche Verbraucher kaufen immer seltener in den großen Geschäften auf der grünen Wiese ein, zeigt eine Studie. Sie bevorzugen zunehmend Läden in der Nähe ihres Wohnorts.

Dies geht aus einer Datenauswertung des Nürnberger Marktforschungsunternehmens GfK hervor. Entsprechend errichte der Handel seine Filialen auch nicht mehr dort, wo die Pacht am günstigsten sei, "sondern geht dorthin, wo die Menschen wohnen, leben und arbeiten".

Den Marktforschern zufolge erreicht heute jeder Haushalt in Deutschland innerhalb von fünf Minuten Fahrzeit im Schnitt 6,2 Lebensmittel- und Drogeriegeschäfte. Fährt der Kunde zehn Minuten zum Einkauf, kann er aus 28 Geschäften auswählen.

Selbst groß angelegte Werbeaktionen könnten die Menschen deshalb nicht mehr so leicht in die entfernteren Einkaufs-Zentren locken wie noch vor ein paar Jahren, schilderte die GfK. Vor allem Ältere und Singles wollten in Wohnortnähe einkaufen.