Zahlreiche Unternehmen wären für eine schnelle Verbreitung von chipkartenbasierten E-Signaturen prädestiniert. Doch die sehen bisher aufgrund kurzfristiger wirtschaftlicher Überlegungen von größeren Projekten ab.

Im Auftrages des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWI) hat die Beratungsgesellschaft KPMG ein Gutachten zu "Einsatzmöglichkeiten der elektronischen Signatur in öffentlicher Verwaltung und Wirtschaft" abgeschlossen. Als wichtiges Ergebnis stellt die Studie fest, dass ein genereller Einsatz der "qualifizierten E-Signatur" - nur diese ersetzt rechtlich gleichwertig die eigenhändige Unterschrift - im öffentlichen Bereich angestrebt werden sollte. Des weiteren fordern die Autoren der Studie eine verstärkte Aufklärungskampagne, die Unterstützung der Standardisierung für interoperable Produkte sowie für breite Bevölkerungsgruppen sichtbare Anwendungen, beispielsweise bei den nächsten Europawahlen.

Außerdem wurde festgestellt, dass in der Privatwirtschaft zwar vermehrt Signaturinfrastrukturen für den internen Einsatz aufgebaut werden, allerdings noch zu selten auf dem hohen Sicherheitsniveau des Signaturgesetzes. Einige berufsständische Organisationen haben dagegen erkannt, dass für die Bedürfnisse ihrer Kundenkreise das Angebot qualifizierter Signaturen mit hoher und geprüfter Sicherheit für den Ersatz der eigenhändigen Unterschrift unentbehrlich ist.

Die Studie kritisiert zudem, dass einige Wirtschaftsbereiche, die aufgrund bereits bestehender Strukturen für eine schnelle Verbreitung von chipkartenbasierten E-Signaturen prädestiniert wären, bisher von größeren Projekten aufgrund kurzfristiger wirtschaftlicher Überlegungen abgesehen haben. (ST)


KONTAKT:

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Scharnhorststr. 34 - 37
10115 Berlin
E-Mail: info@bmwi.bund.de
Internet: www.bmwi.de