Einzelhandelskaufmann oder Verkäufer sind die populärsten Ausbildungsberufe in Deutschland. Bei jungen Frauen und Ausländern sogar etwas mehr als bei deutschen jungen Männern.

Der Einzelhandel ist bei den Schulabgängern nach wie vor beliebt: Zwar schlossen im vergangenen Jahr insgesamt nur rund 561.000 Jugendliche einen neuen Ausbildungsvertrag ab - das entspricht einem Rückgang von 7,6 Prozent im Vergleich zu 2008, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Doch unter den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen belegt der Beruf "Kaufmann im Einzelhandel" mit rund 33.000 Verträgen abermals den Spitzenplatz.

Darauf folgen Verkäufer beziehungweise Verkäuferin, Bürokaufmann, Kraftfahrzeugmechatroniker sowie Industriekaufmann. Diese Berufe bilden seit fünf Jahren die Spitzengruppe, so die Statistiker: Rund ein Drittel der neu abgeschlossenen Verträge konzentriere sich auf die zehn häufigsten Berufe.

Immer noch der kleine Unterschied

Nach wie vor gibt es bei den Vorlieben Unterschiede  zwischen männlichen und weiblichen Jugendlichen: Bei den Abschlüssen von Ausbildungsverträgen von jungen Frauen sind die populärsten Berufe Kauffrau im Einzelhandel, Verkäuferin und Bürokauffrau, gefolgt von Medizinischer Fachangestellte und Friseurin.

Hingegen ist bei den jungen Männern der Kraftfahrzeugmechatroniker am beliebtesten, gefolgt von Kaufmann im Einzelhandel, Industriemechaniker, Koch und Elektroniker. Während bei den weiblichen Jugendlichen ein Drittel aller neuen Verträge in den fünf am stärksten besetzten Ausbildungsberufen geschlossen wurde, liegt dieser Anteil bei den männlichen Jugendlichen nur bei 21 Prozent.

Ausländische Schulabgänge mögen den Einzelhandel

Auch zwischen deutschen und ausländischen Auszubildenden gibt es Unterschiede. Bei den ausländischen Auszubildenden liegt der Beruf Verkäufer auf Rang eins der Neuabschlüsse,  gefolgt von Kaufmann im Einzelhandel, Friseur sowie den Gesundheitsberufen Zahnmedizinische Fachangestellte und Medizinische Fachangestellte.

Die fünf beliebtesten Berufe verzeichnen 33 Prozent der Neuabschlüsse von ausländischen Auszubildenden, bei den deutschen Azubis sind es 20 Prozent.