"Der Einzelhandel ist keine Wachstumsbranche", hatte Stefan Genth einst gesagt. Damit liegt der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland richtig. Denn die ersten Schätzungen über die Umsätze 2013 fallen mager aus.

Ein starker November, aber ein relativ maues Gesamtjahr. So lautet die Einschätzung der Einzelhandelsumsätze für 2013.  Im November setzten die Unternehmen nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes nominal 2,6 Prozent und real (preisbereinigt) 1,6 Prozent mehr um als im November 2012. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage. Im Vergleich zum Oktober 2013 lag der Umsatz im November kalender- und saisonbereinigt nominal um 1,4 Prozent und real um 1,5 Prozent höher.

Im gesamten Jahr 2013 setzte die Branche nominal zwischen 1,6 Prozent und 1,8 Prozent mehr um als im Jahr 2012. Inflationsbereinigt dürfte der Umsatz zwischen 0,3 Prozent und 0,5 Prozent über dem Vorjahreswert liegen, schätzt das Statistische Bundesamt.

Der Handelsverband Deutschland hatte für 2013 ein Umsatzplus von 1 Prozent auf 432,1 Milliarden Euro prognostiziert.

Supermärkte legen zu

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im November nominal 4,1 Prozent und real 1,8 Prozent mehr um als im Vergleichsmonat des Jahres 2012. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 4,4 Prozent und real um 2,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde nominal 0,2 Prozent mehr und real 2 Prozent weniger umgesetzt als im November 2012.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze nominal 1,4 Prozent und real 1,3 Prozent über den Werten des Vorjahresmonats.