Diverse Prognosen über ein Sinken der Kauflaune bewahrheiten sich: Der Juli war für die Händler kein guter Monat.

Der deutsche Einzelhandel hat einen schlechten Juli erlebt. Die Geschäfte schwächten sich gegenüber dem Vormonat überraschend deutlich ab. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden berichtete, fielen die Umsätze preisbereinigt (real) um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat Juni. Volkswirte hatten zuvor einen leichten Anstieg um 0,2 Prozent erwartet. Nominal gingen die Umsätze um 1,3 Prozent zurück.

Im Vergleich zum Juli 2011 setzten die Einzelhändler zwar nominal
1,1 Prozent mehr um. Preisbereinigt gingen die Erlöse aber um 1 Prozent zurück. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage. Im Vormonat hatte sich die Branche noch über ein kräftiges Jahresplus von real 3,7 Prozent gefreut.

Wie gewohnt: Onlinehandel wächst

Auf Jahressicht kräftig zulegen konnte im Juli vor allem der Internet- und Versandhandel. In diesem Bereich kletterten die Umsätze nach Angaben der Statistiker real um 4,5 und nominal um 6 Prozent.

Insgesamt konnte das Geschäft des deutschen Einzelhandels in den ersten sieben Monaten des Jahres moderat zulegen. Die Statistiker berichteten von einem nominalen Plus von 2,7 Prozent und einem realen Wachstum von 0,6 Prozent im bisherigen Jahresverlauf.