Im März sind die Handelsumsätze so stark gestiegen wie seit September 2008 nicht mehr - auch dank eines zusätzlichen Verkaufstags. Die Online-Umsätze gingen jedoch zurück.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es im März sowohl nominal (plus 3,9 Prozent) als auch real (plus 2,7 Prozent) Umsatzzuwächse, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten errechnet hat.

Das ist nach Mitteilung der Behörde der höchste Zuwachs seit September 2008. Allerdings hatte der März in diesem Jahr mit 27 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.

Im Vergleich zum Vormonat Februar setzte sich indes der Abwärtstrend fort: Die Erlöse sanken kalender- und saisonbereinigt sowohl nominal (minus 1,8 Prozent) und real (minus 2,4 Prozent).

Lebensmittelhandel im Plus, Minus für Onlinehandel

Das Ergebnis für den März 2010 wurde aus Daten von sieben Bundesländern berechnet, in denen rund 76 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden.

Der Lebensmittelhandel setzte im März nominal 3,9 Prozent und real 3,5 Prozent mehr um als im März 2009. Der Umsatz im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln erhöhte sich nominal um 3,7 Prozent und real um 2,8 Prozent.

Kurios: Für den boomenden Internet- und Versandhandel stellte das Statistische Bundesamt sinkende Umsätze im Vergleich zum März 2009 fest, und zwar nominal um 6 Prozent und real um 6,5 Prozent.

Handelsverband HDE zufrieden

Der Branchenverband HDE zeigte sich mit den Zahlen zufrieden. Betrachte man den Einzelhandel im engeren Sinne - also ohne Kfz-Handel, Tankstellen, Brennstoffe und Apotheken - stehe die Branche "im März gut da", sagte eine Sprecherin.

Auf das Quartal gerechnet liege man nominal um plus 0,4 Prozent über dem Vorjahr. "Die Aussicht auf Frühling hat Verbraucher offenkundig bewogen, vor allem Kleidung zu kaufen", sagte die Sprecherin.

Experten rechnen damit, dass steigende Einkommen und der robuste Arbeitsmarkt den Einzelhandel in diesem Jahr stützen werden.