Die Konjunktur im Mittelstand beginnt sich zu stabilisieren. Das gilt aber nicht für alle Branchen gleichermaßen. Für den Einzelhandel verlief der Jahresauftakt alles andere als gut.

Der Konjunkturerholung im Einzelhandel lässt auf sich warten. Die Branche liegt im aktuellen Wirtschaftsindikator der Auskunftei Creditreform im ersten Quartal 2010 exakt auf dem Niveau der ersten drei Monate 2009, als die Rezession in Deutschland ihren Höhepunkt erreicht hatte.

Laut Creditreform musste im ersten Quartal fast jeder zweite Händler (46,1 Prozent) eine rückläufige Umsatzentwicklung verzeichnen. Lediglich 14,6 Prozent konnten Umsatzzuwächse verbuchen.

Die Umsatzaussichten haben sich zwar leicht aufgehellt, dennoch bleiben die Unternehmen, die Umsatzrückgänge erwarten, in der Mehrheit. Deren Anteil beläuft sich mittlerweile auf knapp ein Drittel (31,8 Prozent), einen Umsatzanstieg erwarten 22,9 Prozent der Einzelhändler.

Geschäftsklima im Keller

Auch das Geschäftsklima hat sich merklich eingetrübt. Die befragten Unternehmen beurteilen vor allem ihre derzeitige Geschäftslage schlechter. Während sich in vielen Wirtschaftsbereichen die Aussichten deutlich aufhellen, hätten sich die Geschäftserwartungen im Einzelhandel kaum verändert. Es gibt weiterhin mehr pessimistische Unternehmen als optimistische.

Das Zahlungsverhalten der Einzelhandelsunternehmen hat sich nach Angaben von Creditreform in den vergangenen drei Monaten verschlechtert. Der durchschnittliche Zahlungsverzug stieg von 12,84 auf 13,27 Tage.