Optimistische Prognose, erfreuliche Zwischenbilanz: Die Umsätze im Einzelhandel im Januar waren besser als erwartet. Freilich hat der E-Commerce-Bereich daran abermals großen Anteil, weniger der Lebensmittelhandel.

So ganz falsch war es also nicht, den "Handels-Kix" einzuführen. Mit dem neuen Barometer des deutschen Einzelhandels will das Institut für Handelsforschung (IfH) die Stimmung in der Branche ausloten.

Zu Beginn des Jahres, als die Prognosen für 2011 eingeholt wurden, gaben 60 Prozent der befragten 316 Entscheider aus Handelsbetrieben an, dass sie eine Verbesserung der Geschäftsentwicklung erwarten.

Deutlich besser als im Vorjahr

Schon im März erweisen sich diese optimistischen Vorhersagen als richtig: Der deutsche Einzelhandel ist nämlich besser als erwartet in das neue Jahr gestartet, der Lebensmittelhandel musste allerdings Einbußen verkraften.

Saisonbereinigt setzten die Unternehmen im Januar real (preisbereinigt) 1,4 Prozent mehr um als im Dezember 2010, wie das Statistische Bundesamt an diesem Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Experten hatten lediglich ein Plus von 0,6 Prozent erwartet. Nominal lag der Umsatzanstieg bei 1,3 Prozent.

Verglichen mit dem Januar 2010 stieg der Umsatz real gar um 2,6 Prozent, nominal um 3,8 Prozent. Beide Monate hatten jeweils 25 Verkaufstage. Vor allem der Handel mit Nicht-Lebensmitteln legte zu: Er lag preisbereinigt um 6,2 Prozent höher als im Januar 2010.

Das Web boomt weiter

Den größten Umsatzsprung gab es freilich im Internethandel. Hier stiegen im Januar die Erlöse im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 7,2, nominal um 7,8 Prozent.

Nur der Handel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren musste im Januar  Einbußen verzeichnen: Nominal gab es einen Umsatzrückgang von 0,1 Prozent, real gar 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

In den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten wurde nominal 0,4 Prozent und real 2,5 Prozent weniger abgesetzt. Beim Facheinzelhandel mit Lebensmitteln lagen die Umsätze nominal um 3,1 Prozent und real um 1,2 Prozent höher.