Nach der Rabattschlacht im vorigen Jahr fallen die Preisnachlässe in diesem Sommer moderater aus, heißt es in einer Studie. Daran ist nicht nur das Wetter schuld.

Die Rabatte im diesjährigen Sommerschlussverkauf dürften nach einer Studie niedriger ausfallen als im vergangenen Jahr. Nach dem am Donnerstag veröffentlichen Handelsbarometer der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) rechnen die Einzelhändler nur noch mit Preisnachlässen von durchschnittlich 23 Prozent. Im vergangenen Jahr hatten sie nach dem nasskalten Sommeranfang noch Rabatte von durchschnittlich 27 Prozent erwartet.

"Die Kunden werden auch in diesem Jahr wieder erfolgreich auf Schnäppchenjagd gehen können, aber die Rekordrabatte vom letzten Jahr werden wohl nicht mehr erreicht", betonte EY-Partner Thomas Harms.

Lager nicht übermäßig voll

Die Händler hätten keinen Anlass, es mit der Höhe der Rabatte zu übertreiben. Denn zwei Drittel von ihnen seien mit ihrer aktuellen Geschäftslage bereits zufrieden. Und auch die Zukunftserwartungen seien überwiegend positiv. Außerdem seien die Lager nicht übermäßig voll. Das sei im vergangenen Jahr mit dem kalten und extrem nassen Sommer anders gewesen, erläuterte der EY-Experte.

Vor allem bei Schuhen, Bekleidung und Sportartikeln können Kunden Harms zufolge dennoch auf ihre Kosten kommen. In diesen Segmenten rechneten die Händler im Schnitt mit Rabatten zwischen 25 und 27 Prozent. Bei Unterhaltungselektronik würden dagegen nur Preisnachlässe von durchschnittlich 17 Prozent erwartet, bei Haushaltswaren seien es sogar nur 15 Prozent.

Der freiwillige Sommerschlussverkauf startet am kommenden Montag. Rund 44 Prozent der befragten Händler wollen diesmal daran teilnehmen. Auch das ist deutlich weniger als im Vorjahr, als 50 Prozent mitmachen wollten. Preisreduzierungen gibt es in zahlreichen Geschäften allerdings schon seit vielen Wochen. Insgesamt befragte EY für das Handelsbarometer 120 leitende Manager führender deutscher Handelsunternehmen.