Was im Juni gewonnen wurde, hat der Juli wieder genommen. Der Einzelhandel verlor so viel Umsatz wie schon lange nicht mehr.

Rückschlag für den deutschen Einzelhandel im Juli: Der Umsatz ist im Vergleich zum guten Vormonat preisbereinigt (real) um 1,4 Prozent gesunken. Es war der stärkste Rückgang binnen Monatsfrist seit Januar 2012, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

Nominal gingen die Erlöse um 1 Prozent gegenüber Juni zurück. Im Jahresvergleich setzte die Branche im Juli 2014 allerdings real 0,7 Prozent und nominal 1 Prozent mehr um. Insgesamt stand von Januar bis Juli dieses Jahres ein reales Plus von 1,3 Prozent, nominal waren es 1,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

SB-Warenhäuser und Supermärkte gleichauf

Die einzelnen Branchen: Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte laut Statistischem Bundesamt im Juli real 0,6 Prozent und nominal 1,2 Prozent mehr um als im Juli 2013. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten ebenfalls real um 0,6 Prozent und nominal um 1,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde real 0,3 Prozent weniger und nominal 0,3 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahresmonat.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze real 0,7 Prozent und nominal 1 Prozent über den Werten des Vorjahresmonats.