Immer weiter runter: Der deutsche Einzelhandel setzte im September abermals weniger um. Nur Kosmetik und medizinische Produkte legten nominal leicht zu.

Der Umsatz im deutschen Einzelhandel lag im September 2009 nominal, also nicht inflationsbereinigt, 4,8 Prozent und real 3,9 Prozent niedriger als im September 2008. Im Vergleich zum August 2009 sank der Umsatz im September 2009 unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal und real jeweils um 0,5 Prozent, meldet das Statistische Bundesamt (Destatis).

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte demnach im September 2009 nominal 3,7 Prozent und real 2,3 Prozent weniger um als im September 2008. Dabei wurde bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und
Verbrauchermärkten nominal 3,9 Prozent und real 2,3 Prozent weniger als im
Vorjahresmonat abgesetzt.

Nur Kosmetik und Medizin läuft - zumindest nominal

Auch im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln („Non-Food“) wurde im September 2009 nominal 5,3 Prozent und real 4,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat umgesetzt. Innerhalb dieses Bereiches erzielte nur der Einzelhandel mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten ein knappes nominales Umsatzplus von 0,6 Prozent (real -0,7 Prozent).

Auch im gesamten bisherigen Jahr ging der Einzelhandelsumsatz zurück: Von Januar bis September 2009 wurde im deutschen Einzelhandel nominal 2,6 Prozent und real 2,2 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum
umgesetzt.


Diese Ergebnisse sind vorläufig und wurde aus Daten von sieben Bundesländern berechnet, in denen rund 76 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden.