Im Juli sank der Einzelhandelsumsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat preisbereinigt um 1 Prozent. Im Vergleich zum Juni stiegen die Umsätze leicht an.

"Die Krise ist bei den Verbrauchern nicht angekommen." Dieser Satz hat nach wie vor Gültigkeit. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag der Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im Juli nominal 2,3 Prozent und real 1 Prozent niedriger als im Juli 2008. Beide Monate hatten jeweils 27 Verkaufstage.

Das Ergebnis für den Juli dieses Jahres wurde aus Daten von sieben Bundesländern berechnet, in denen circa 76 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Umsatz im Juli unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal um 0,1 Prozent  und real um 0,7 Prozent.

Textilhandel kann Umsatzzuwächse erzielen

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Juli nominal 0,9 Prozent  weniger und real 0,1 Prozent mehr um als im Juli vergangenen Jahres. Dabei wurde bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal 0,9 Prozent weniger und real 0,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat abgesetzt. Beim Facheinzelhandel mit Lebensmitteln waren die Umsätze nominal um 2,1 Prozent und real um 2,9 Prozent niedriger.
 
Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln wurde im Juli nominal (minus 2,4 Prozent) und real (minus 1,5 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat umgesetzt. In diesem Bereich erzielte lediglich der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren eine nominale und reale Umsatzsteigerung gegenüber Juli 2008 (um 2,3 Prozent beziehungsweise um 2,2 Prozent ).
 
In den ersten sieben Monaten dieses Jahres, von Januar bis Juli, verringerte sich der Umsatz im deutschen Einzelhandel um nominal 2,3 Prozent und real um 2 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.