Der Juni war für die Einzelhändler wieder durchwachsen: Preisbereinigt sanken die Erlöse im Vergleich zum Mai, nominal stiegen sie. Insgesamt schloss der Handel aber die erste Jahreshälfte im Plus.

Die Einzelhandelsunternehmen setzten nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni nominal 5,4 Prozent und real (preisbereinigt) 2,9 Prozent mehr um als im Juni 2011. Allerdings hatte der Juni 2012 mit 26 Verkaufstagen zwei Verkaufstage mehr als der Juni des Vorjahres. Im Vergleich zum Mai 2012 ist der Umsatz im Juni kalender- und saisonbereinigt nominal um 0,3 Prozent gestiegen und real um 0,1 Prozent gesunken.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Juni 2012 nominal 5,4 Prozent und real 1,9 Prozent mehr um als im Juni 2011. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 5,5 Prozent und real um 2 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde nominal 3,9 Prozent und real 0,5 Prozent mehr als im Juni 2011 umgesetzt.

Versandhandel real mit Umsatzminus

Auch im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze im Juni  nominal (plus 5,5 Prozent) und real (plus 3,8 Prozent) höher als im Vorjahresmonat. Hier lag in fünf von sechs Unterbranchen der Umsatz nominal und real über dem Wert des Monats 2011.

Lediglich der Internet- und Versandhandel verzeichnet demnach ein "reales" Minus von 0,8 Prozent, nominal liegt der Umsatz hier im Vergleich zum Vorjahresmonat bei Plus 1,1 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2012 wurde im deutschen Einzelhandel nominal 2,8 Prozent und real 0,7 Prozent mehr umgesetzt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.