Der Einzelhandelsumsatz ist im August fast überall deutlich zurückgegangen. Nur Kosmetik und Medikamente verkaufen sich weiterhin gut.

Der August war kein besonders guter Monat für den deutschen Einzelhandel: Der Umsatz lag nominal 3,5 Prozent und real 2,6 Prozent niedriger als im August 2008, meldet das Statistische Bundesamt (Destatis). Und Ausreden gibt es keine: Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage.

Im Vergleich zum Juli 2009 sank der Umsatz im August 2009 nominal um 0,7 Prozent und real um 1,5 Prozent, wenn man die Saison- und Kalendereffekte berücksichtigt.

Minus quer durch die Branche

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im August 2009 nominal 2,4 Prozent und real ein Prozent weniger weniger um als im August
2008. Dabei konnten Supermärkte, SB-Warenhäuser und
Verbrauchermärkte nominal 2,4 und real 0,8 Prozent weniger absetzen als im
Vorjahresmonat, beim Facheinzelhandel mit Lebensmitteln waren
die Umsätze nominal um 2,4 Prozent und real um 2,6 Prozent niedriger.

Im Einzelhandel fernab der Lebensmittel ("Non-Food") wurde im August 2009 ebenfalls nominal und real weniger als im Vorjahresmonat umgesetzt (nominal -3,9 Prozent, real -3,5 Prozent). In diesem Bereich erzielte nur der
Einzelhandel mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen
Produkten eine nominale und reale Umsatzsteigerung gegenüber August 2008, melden die Statistiker: Nominal beträgt das Plus 3,9, real 2,5 Prozent.

Das Ergebnis für August 2009 wurde aus Daten von sieben Bundesländern berechnet, in denen rund 76 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden.