Keine zweistelligen Zuwachsraten mehr: 2008 hat die Elektro-Verbundgruppe Electronic Partner (EP) ein geringes Wachstum erzielt. Das Geschäft lief besser in Deutschland als im Ausland.

Der Umsatz der europaweit fast 5.400 angeschlossenen selbstständigen Händler über das Verbundunternehmen stieg um ein Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, teilte EP an diesem Freitag in Düsseldorf mit.

Der Zuwachs kam allein durch die Händler in Deutschland zustande, die ihr Einkaufsvolumen um 1,4 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro steigerten. Im europäischen Ausland stagnierte das Einkaufsvolumen bei 720 Millionen Euro.

In den Jahren zuvor hatte der Verbund, der zu den fünf größten Elektronik-Händlern Europas gehört, im Durchschnitt zweistellige Wachstumsraten eingefahren - vor allem durch die Auslandsexpansion.

Anschaffungen werden verschoben

„Die aktuelle Wirtschaftskrise hat im Handel vor allem eine Absatzkrise zur Folge", erläuterte der Vorsitzende der Geschäftsführung von ElectronicPartner (EP), Oliver Haubrich, bei der Vorlage der Jahreszahlen - und widersprach damit den Aussagen des GfK-Chefs Klaus Wübbenhorst.

Betroffen seien vor allem Produkte und Dienstleistungen, deren Anschaffung oder Nutzung sich auf einen späteren Zeitpunkt verschieben lasse. Das hätten die letzten Monate des Jahres 2008 gezeigt. Je länger die Krise dauere, desto stärker werde der Vertrauensverlust bei den Konsumenten.

Ziele nicht erreicht

„Wir haben 2008 unsere eigenen ambitionierten Wachstumsziele nicht erreicht", sagte Oliver Haubrich. Das habe an einem vergleichsweise schwachen vierten Quartal gelegen. Insbesondere in der Schweiz und in Italien seien Rückgänge verzeichnet worden.

Auch in Deutschland habe der Trend im vierten Quartal 2008 nach unten gezeigt, auch wenn das Gesamtjahr immer noch ganz ordentlich gelaufen sei. Kaufzurückhaltung sei unter anderem bei Computern und Elektrogeräten zu spüren gewesen.

Eine Prognose für den Geschäftsverlauf 2009 gab Haubrich nicht ab. Das Verbundunternehmen, das unverändert schwarze Zahlen schreibt, sei aber auch 2009 aufgeschlossen für den Kauf anderer Unternehmen. „Wir schauen jedoch genau hin", betonte er.