19 Hertie-Häuser sollen geschlossen werden. Für die Ware gibt es einen Interessenten, der den Verkaufswert der Produkte auf sieben Millionen Euro schätzt und seine Kunden in Iran und Dubai sieht.

Die Eltex GmbH aus Heidesheim (Rheinland-Pfalz) ist interessiert am Hertie-Warenbestand. Die Verhandlungen mit Hertie liefen derzeit, sagte Eltex-Geschäftsführer Michael Hammer am Mittwoch. "Es geht noch um die Frage, in welchen Zeiträumen die 19 Filialen geräumt werden." Hertie in Essen wollte zu den Verhandlungen keine Stellung nehmen. Am Donnerstag sollen die ersten vier Warenhäuser geschlossen werden.

In welcher Hand die 54 übrigen Häuser weitergeführt werden, steht noch nicht fest. Es werde noch ein Investor gesucht, sagte am Mittwoch ein Sprecher in Essen. Hertie beschäftigt derzeit 3.400 Mitarbeiter.

"Wir bezahlen natürlich weniger"

Nach Angaben von Eltex habe die Ware einen Verkaufswert von sieben Millionen Euro und soll im außereuropäischen Ausland vermarktet werden. Eltex bezahle natürlich weniger, sagte Hammer. Seine Firma habe bereits Erfahrung mit der Vermarktung von Überschüssen großer Kaufhäuser und Ketten und arbeite unter anderem mit Tchibo und Karstadt zusammen.

Zum Vertriebsgebiet der Firma gehören nach eigenen Angaben Dubai, Aserbaidschan, Turkmenistan, Rumänien, Russland, Polen, der Iran und die Ukraine.