Die Tageszeitung ist das beliebteste Informationsmedium der Deutschen. Das berichtet die Wirtschaftswoche in ihrer Ausgabe vom 20. April.

Die Tageszeitung ist das beliebteste Informationsmedium der Deutschen. Das berichtet die Wirtschaftswoche in ihrer Ausgabe vom 20. April.

Das Magazin beruft sich auf eine Studie des Emnid-Instituts, die das Medienverhalten der deutschen Bevölkerung untersucht hat. Danach wird das Internet als Informationsmedium wesentlich seltener genutzt als angenommen: 36% der Befragten gaben an, sich über ihre regionale Tageszeitung zu informieren, 30% nutzen das Fernsehen und 15% das Radio. Nur 3% halten sich über das Internet auf dem Laufenden.

"Print und Internet ergänzen sich und bieten zusammen eine Bandbreite an Informationen. Viele Verlage bieten neben der gedruckten Ausgabe auch eine Online-Version an. Die Leser erwarten aber künftig, dass Zeitungen und Zeitschriften bunter und aktueller werden", sagt Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG. Das Unternehmen hatte Emnid mit der Studie beauftragt. "Die Branche hat sich darauf vorbereitet: Es gibt Maschinen, die bis zu 80.000 Zeitungsexemplare pro Stunde drucken können. Dadurch verschiebt sich der Redaktionsschluss nach hinten und die Verlage sind näher am Zeitgeschehen."

Die Mehrheit der Bevölkerung rechnet damit, dass in den kommenden zehn Jahren mehr Menschen das World Wide Web als Informationsquelle nutzen. Eine Konkurrenz für die klassischen Printmedien sehen die Befragten darin aber nicht: 51% sind überzeugt, dass Tageszeitungen nach wie vor gelesen werden. 10% meinen sogar, die Bedeutung der Zeitungen werde zunehmen. Beispiel Norwegen: Obwohl über die Hälfte der Bevölkerung einen Zugang zum Netz hat, steigt dort die Quote der Zeitungsleser.


KONTAKT:

TNS Emnid
Melanie Schneider
Stieghorster Strasse 90
33605 Bielefeld
Tel. 0521-9257681