In Bielefeld erfreuen sich die städtischen Dienstleistungsangebote im Internet einer starken Nachfrage. Nun plant die Stadt einen Ausbau ihres E-Government-Angebots und befragte deshalb Bürgerinnen und Bürger zu ihren Erwartungen an ein virtuelles Rathaus.

Das kommunale Internetangebot der Stadt Bielefeld gehört nach einer Untersuchung von eMind@emnid zu den reichweitenstärksten Websites der regionalen Internetangebote. Jeder zehnte Bielefelder klickt auf www.bielefeld.de, um sich über das Geschehen in und um Bielefeld zu informieren.

Wenn es zukünftig um den Einzug städtischer Dienstleistungen in ein virtuelles Bielefelder Rathaus unter dieser Webadresse geht, dann rechnen die Bielefelder mit positiven Impulsen für ihre Stadtverwaltung im Internet und setzen vor allem auf die Einrichtung konkreter städtischer Leistungs- und Serviceangebote. Dies ergab eine aktuelle E-Government-Pilotstudie von eMind@emnid, der Internetforschung von TNS Emnid. Befragt wurden im Auftrag der Stadt Bielefeld 1.000 zufällig ausgewählte Bielefelder Bürgerinnen und Bürger zur Nutzung neuer Medien und ihren Erwartungen an ein "virtuelles Rathaus" der Stadt.

Die eMind@emnid-Studie erwies, dass die Bielefelder Bürger konkrete Erwartungen an einen elektronischen Behördenkontakt via Internet, das so genannte E-Government, knüpfen. Mit 44% verspricht sich die Bevölkerung vor allem eine erhebliche Zeitersparnis nach Implementierung städtischer Verwaltungsakte im Internet. Auch die Bielefelder Bürger, die beabsichtigen in den nächsten 12 Monaten online zu gehen, ist die Zeitersparnis die Erwartung schlechthin. Jeder Fünfte der Personen, die bereits online sind, oder dies planen, verspricht sich zukünftig mit der Möglichkeit über das Internet Verwaltungsvorgänge erledigen zu können, den Gang ins Rathaus vermeiden zu können.

Information, Unabhängigkeit und Funktionalität gehören zu den weiteren Erwartungen, die einen bequemen Online-Besuch im virtuellen Rathaus erfüllen sollten. Befragt nach den Gründen, nennen die Bielefelder an erster Stelle die wegfallenden Wartezeiten und die Bequemlichkeit, Behördliches am heimischen PC erledigen zu können. Weiter werden die ausbleibende Parkplatzsuche, das 24 Stunden geöffnete virtuelle Rathaus und die schnelle Bearbeitung genannt.

Der Oberbürgermeister Eberhard David verspricht sich einen deutlichen Innovationsschub für das städtische Dienstleistungsangebot. Eine Zwei-Klassen-Gesellschaft werde es deshalb aber nicht geben: Auch der persönliche Kontakt zur Verwaltung sei nach wie vor gewünscht und wichtig. (ST)


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