So viel ist gewiss: Ein Tweet gegen 10.30 Uhr vormittags bei Twitter ist ungefähr so reichweitenstark wie ein Posting nachts um 1 bei Facebook. Jenseits dieser Fenster hilft häufig nur noch testen. Einzelne Studien können immerhin wichtige Anhaltspunkte liefern. Zusammengenommen bieten sie womöglich den Schlüssel zum Erfolg.


Im Buffer-Blog ist dazu dieser Tage ein vielsagender Artikel mit dem Titel "A scientific guide to posting Tweets, Facebook posts, Emails and Blog posts at the best time" erschienen.

Dazu muss man wissen, dass Buffer, ein auch von mir sehr geschätztes Tool bietet, mit dem man seine Nachrichten Richtung Facebook, Twitter, LinkedIn und neuerdings auch Google+  nicht nur einfach auf einen Schlag weiterleiten kann, sondern auch die jeweilige Uhrzeit und den jeweiligen Tag für ein einzelnes Posting festlegen kann.

So können Sie also dort festlegen, dass neue Tweets Richtung Twitter dienstags jeweils um 12 Uhr, 17.12 Uhr oder 23 Uhr verschickt werden, während es donnerstags 13.13 Uhr, 18.11 Uhr und 19.00 Uhr sind. Diesen Tweet, beispielsweise ein Link auf einen Beitrag in ihrem Blog oder einen Artikel, den Sie im Web gefunden haben, können Sie ebenso zu vorher definierten Zeiten auf Facebook und Co verteilen. Sie können auch mehrere Beiträge in einer Warteschlange anlegen, die dann nach dem von Ihnen definierten Stundenplan von Buffer abgearbeitet werden. So können Sie jeden Beitrag für jedes Netzwerk zeitlich einzeln an zentraler Stelle planen. 


Um seinen Dienst zu verbessern, hat natürlich auch Buffer, das auch Analyse-Funktionen bietet, selbst ein Interesse daran, den Geheimissen rund um das beste Timing auf den Grund zu gehen.

Beim Blick auf diverse Studie kommt der Beitrag im Blog von Buffer dabei beispielsweise zum Ergebnis, dass Blogs an einem Montag den meisten Traffic erhalten,  das Engagment mit Postings bei Facebook unter der Woche am Donnerstag und Freitag am höchsten ist, Retweets bei Twitter vor allem gegen 17 Uhr die Runde machen und das E-Mail-Timing sehr davon abhängt, wen man mit welchen Inhalten ansprechen will.

Das sind in weiten Teilen keine neuen Erkenntnisse. Allerdings liefert der Beitrag noch weitaus mehr Zahlenmaterial und Links zu weiteren Untersuchungen -samt einem spannenden, aber aufwändigen Projekt mit personalisiertem Timing beim Newsletter, in dem es darum geht, dass eine Kunde Werbemails möglichst zu dem Zeitpunkt erhält, an dem er sich auch für den Newsletter angemeldet hat. Ein Blick lohnt sich.

In ihrer Gesamtheit ergeben sich aus den Bewertungen nämlich durchaus spannende Schlussfolgerungen. Erst recht, wenn Sie dazu zusätzlich ihre Facebook-Statistik und Twitter-Analysen wie bei Hootsuite oder Tweriod zu Rate ziehen.  Wir hier bemerken jedenfalls nach dem Erkenntnisgewinn aus Beitrag und Zahlen und eher kleinen Veränderungen im Timing eine deutliche Verbesserung der Reichweite in Social Media.