Die Feiertage haben es in sich bei der EinsteiNet Holding AG. Wurden schon zu Weihnachten knapp 40 Mitarbeiter gekündigt, stehen pünktlich zu Ostern weitere 120 Arbeitnehmer auf der Abschussliste.

Die Feiertage haben es in sich bei der EinsteiNet Holding AG. Wurden schon zu Weihnachten knapp 40 Mitarbeiter gekündigt, stehen pünktlich zu Ostern weitere 120 Arbeitnehmer auf der Abschussliste.

Vom Unternehmen selbst wird diese Tatsache verharmlost und als notwendige Maßnahme in einem umfassenden Restrukturierungsprogramm dargestellt. Ziele des Programms seien die Anpassung der Kapazitäten im Application Service Providing und eine Fokussierung auf Managed Outsourcing, SAP-Hosting und professionelles Systemintegrationsgeschäft.

Das Unternehmen wolle effizienter operieren und Kosten senken. Diese Aussage kennt man von Unternehmen, die in der gleichen Situation waren wie EinsteiNet. Das Geschäft läuft schlecht und dennoch werden Entlassungen als Folge der Konzentration auf so genannte Kernkompetenzen dargestellt. Der Arbeitnehmer schaut in die Röhre. Immerhin gibt Rudolf Hotter, Vorstandssprecher der EinsteiNet Holding AG, zu: „Anders als prognostiziert und von uns erwartet, hat sich der Markt nicht so schnell entwickelt. ASP steht in Deutschland immer noch in den Startlöchern.“ Das Unternehmen habe zu große technische Kapazitäten an Rechenzentren und an Netzwerkinfrastruktur aufgebaut und zuviel in Personal investiert. Diese Kapazitäten könnten nun nicht wie geplant ausgelastet werden. „Daher muss auch die Personalstärke leider angepasst werden.“

Hotter ist sich trotz der schlechten Nachrichten sicher, dass sich EinsteiNet auf dem richtigen Weg befindet. „Wir haben keinen Zweifel, dass sich unser Modell von IT als Service durchsetzen wird und sind sicher, dass wir mit unserem Angebot am Markt erfolgreich sein werden.“ Man werde durch die Fokussierung den Kunden auch nach der Restrukturierung einen gleichbleibend guten Service bieten. In der letzten Zeit allzu oft gehörte Worte, die den zukünftigen Arbeitslosen nicht weiterhelfen. Bleibt abzuwarten, wie sich die Situation bei EinsteiNet weiter entwickelt. Eines steht jedenfalls fest: Die Pfingstfeiertage stehen vor der Tür. (AP)


KONTAKT:

EinsteiNet Holding AG
Andreas Schnitzer/Rainer Ulbricht
Ridlerstraße 37
80339 München
Tel. 089-54054452
Fax 089-54054489
E-Mail: andreas.schnitzer@einsteinet.de
Internet: www.einsteinet.de