Die Konjunkturschwäche geht auch am einst so erfolgreichen Unternehmen Intershop nicht vorbei: Um wieder in die Gewinnzone zu kommen, werden bis Ende des zweiten Quartals 2002 ein Drittel der verbliebenen 733 Mitarbeiter entlassen.

Die Konjunkturschwäche geht auch am einst so erfolgreichen Unternehmen Intershop nicht vorbei: Um wieder in die Gewinnzone zu kommen, werden bis Ende des zweiten Quartals 2002 ein Drittel der verbliebenen 733 Mitarbeiter entlassen.

Noch im Jahr 2000 sah es gut aus für das Jenaer Softwarehaus. Der Jahresumsatz betrug 123 Mio. Euro. Im Jahr 2001 ging es aber schon steil bergab - es konnte nur noch ein Umsatz von 68,7 Mio. Euro verbucht werden. Die Geschäftszahlen für das letzte Quartal in 2001 fielen schlechter aus als von den Intershop-Oberen ohnehin befürchtet. Prognostiziert wurde für diesen Zeitraum ein Umsatz zwischen 12 und 13 Mio. Euro. Das am Neuen Markt in Frankfurt notierte Unternehmen blieb unter den Prognosen und erreichte lediglich einen Umsatz von 11,7 Mio. Euro. Firmenchef Stephen Schambach begründet dies damit, dass Auftragsabschlüsse in das erste Quartal diesen Jahres hätten verlegt werden müssen.

Die schlechten Resultate haben Auswirkungen auf höchster Ebene: Das Management soll stark reduziert und zudem wieder an den alten Hauptsitz in Jena zurückbeordert werden. Außerdem werde man sich laut Schambach auf Kunden aus den Branchen Hochtechnologie, Einzelhandel und industrielle Produktion konzentrieren. Mit diesem Umbau und neuer Orientierung soll dem Patienten wieder auf die Beine geholfen werden. Skeptisch äußern sich hierzu die Analysten und vermuten eine Panikreaktion. Insbesondere die sinkenden Barbestände (die Reserven liegen bei 36 Mio. Euro) ließen kaum Raum für optimistische Zukunftsprognosen.(AP)


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